Für das Motorrad eine Versicherung abschließen: Welche Kosten sollten Sie einplanen?

Von Autokauf.org, letzte Aktualisierung am: 28. Januar 2021

Die Motorradsaison dauert in der Regel vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. In dieser Zeit sind die Witterungsbedingungen perfekt, um mit dem Zweirad durch die Straßen zu cruisen. Damit es im Falle einer Kollision nicht zu weiteren Problemen kommt, müssen Sie für Ihr Motorrad eine Versicherung abschließen.

Dabei können Sie aus unterschiedlichen Versicherungsmodellen auswählen. So gibt es eine Haftpflicht-, eine Teilkasko- und die Vollkasko-Versicherung. Doch welches Modell ist für Ihr Zweirad eigentlich Pflicht?

Motorradversicherungen: Kurz und Knapp
Welche Versicherung ist fürs Motorrad Pflicht?

Damit Ihr Zweirad für die Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen werden kann, müssen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Durch diese ist sichergestellt, dass Schäden, welche Sie an Dritten verursachen, von der fürs Motorrad abgeschlossenen Versicherung abgedeckt sind.

Brauche ich für das Motorrad eine Vollkasko?

Das kommt darauf an, wie alt das Motorrad ist. Handelt es sich um ein älteres Modell, kommt eher eine Teilkasko als Kfz-Versicherung in Betracht. Welche zusätzlichen Leistungen die Vollkasko zu bieten hat, können Sie hier ausführlich nachlesen.

Was kostet eine Motorradversicherung?

Die Beiträge zur Motorradversicherung werden individuell berechnet. Sie hängen unter anderem von der Regionalklasse und dem Schadensfreiheitsrabatt ab. Welche weiteren Faktoren eine Rolle spielen, können Sie hier ausführlich nachlesen.

Was müssen Sie an Kosten für die Motorradversicherung einplanen? Welche Motorradversicherung macht überhaupt Sinn? Diesen Fragen geht der nachfolgende Ratgeber auf den Grund und informiert Sie umfassend.

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Welche Versicherungsklassen für das Motorrad gibt es? 

Welche Motorradversicherung müssen Sie abschließen?
Welche Motorradversicherung müssen Sie abschließen?

Versicherungen sollen dafür sorgen, dass der Versicherungsnehmer in einem bestimmten Schadensfall abgesichert ist. Mittlerweile ist es möglich, fast alles versichern zu lassen. Fußballer können beispielsweise eine Versicherung für ihre Beine abschließen.

Auch im Straßenverkehr spielen Versicherung eine wichtige Rolle. So müssen Sie auch für Ihr Motorrad eine Versicherung abschließen. Dabei können Sie zwischen den nachfolgenden drei Versicherungsmodellen wählen:

Eine Haftpflichtversicherung für das Motorrad ist Pflicht

Wie bereits erwähnt, ist das Versicherungsangebot in Deutschland groß. Während einige Versicherungen freiwillig sind, gibt es aber auch eine Pflichtversicherung in Deutschland. Dazu gehört z. B. eine Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge, die am Straßenverkehr teilnehmen.

In § 1 Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter (Pflichtversicherungsgesetz) heißt es diesbezüglich:

Der Halter eines Kraftfahrzeugs oder Anhängers mit regelmäßigem Standort im Inland ist verpflichtet, für sich, den Eigentümer und den Fahrer eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursachten Personenschäden, Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden nach den folgenden Vorschriften abzuschließen und aufrechtzuerhalten, wenn das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen (§ 1 des Straßenverkehrsgesetzes) verwendet wird.

Schließen Sie keine Haftpflicht für Ihr Motorrad ab, wird dieses nicht für die Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen. Daher müssen Sie bei der Anmeldung des Zweirads nachweisen, dass Sie für das Motorrad eine Versicherung abgeschlossen haben.

So soll sichergestellt werden, dass eine Schadensregulierung erfolgt, wenn Sie mit Ihrem Motorrad Schäden an Dritten verursachen. Ihr eigenes Gefährt ist dadurch versicherungstechnisch allerdings nicht geschützt.

Wichtig: Sie haben die Möglichkeit, ein Saisonkennzeichen für Ihr Motorrad zu beantragen. Dadurch müssen Sie die Versicherungsbeiträge in vollem Umfang auch nur in den Monaten entrichten, in welchen Sie Ihr Motorrad im öffentlichen Straßenverkehr bewegen. Ist dieses stillgelegt, handelt es sich um eine Ruheversicherung und die Beiträge sinken deutlich auf einen niedrigen Basistarif. Der Zeitraum kann minimal zwei bis maximal elf Monate betragen.

Eine Teilkasko fürs Motorrad abschließen

Eine Teilkasko fürs Motorrad deckt auch Schäden am eigenen Fahrzeug ab.
Eine Teilkasko fürs Motorrad deckt auch Schäden am eigenen Fahrzeug ab.

Damit Schäden an Ihrem Motorrad durch die Versicherung abgedeckt werden, müssen Sie mindestens eine Teilkasko abschließen. Je nach Versicherungsanbieter können die darin enthaltenen Leistungen variieren.

Schäden, die durch einen der folgenden Auslöser entstanden sind, werden in aller Regel von einer Motorrad-Teilkasko-Versicherung abgedeckt:

  • Bruch der Verglasung
  • Diebstahl
  • Naturgewalten wie beispielsweise Hagel
  • Brand und Explosionen
  • Unfälle mit Haarwild Marderbisse

Eine Vollkasko-Motorradversicherung bietet umfänglichen Schutz

Wollen Sie, dass auch Schäden an Ihrem Motorrad durch die Versicherung abgedeckt sind, wenn Sie einen Unfall selbst verursachen, müssen Sie eine Vollkaskoversicherung abschließen. Diese bietet quasi einen Rundumschutz.

Das schlägt sich natürlich auch in den monatlichen Versicherungsbeiträgen nieder. Diese sind bei einer Vollkasko nicht selten sehr hoch. Daher sollten Sie abwägen, ob sich dieses Versicherungsmodell in Ihrem Fall lohnt.

Handelt es sich nämlich um ein älteres Motorrad, ist eher eine Teilkasko ratsam. Die Vollkasko bietet sich bei besonders teuren Modellen an. Dasselbe gilt auch, wenn Sie das Motorrad als Neufahrzeug erworben haben.

Gut zu wissen: Eine Vollkasko deckt in aller Regel auch Schäden ab, welche durch Vandalismus entstanden sind. Dieser Versicherungsschutz kann sinnvoll sein, wenn Sie keine Garage haben, in welcher Sie Ihr Zweirad parken können.

Motorradversicherung: Welche Kosten müssen Sie einplanen? 

Schließen Sie für das Motorrad eine Vollkasko ab, müssen Sie mit hohen Beiträgen rechnen.
Schließen Sie für das Motorrad eine Vollkasko ab, müssen Sie mit hohen Beiträgen rechnen.

Die Kfz-Versicherung fürs Motorrad verursacht Kosten, welche Sie schon vor der Anschaffung berechnen und mit einplanen müssen. Denn was nützt Ihnen das schönste Motorrad, wenn dieses keine Zulassung erhält, weil Sie die Versicherung nicht bezahlen können?

Wie hoch die Versicherungsbeiträge, welche monatlich, im halben Jahr oder auf einen Schlag bezahlt werden können, ausfallen, hängt von vielen Faktoren ab. Das sind zum Beispiel:

  • Alter des Versicherungsnehmers (Bei einer fürs Motorrad abgeschlossenen Versicherung sind die Kosten für Fahranfänger höher.)
  • Das zu versichernde Modell
  • Datum der Erstzulassung
  • Die Hubraumstärke
  • Die jährlich zurückgelegten Kilometer
  • Die Regionalklasse
  • Die Schadensfreiheitsklasse

All diese Faktoren bestimmen maßgeblich, wie hoch die Kosten für die Motorradversicherung ausfallen. Gerade junge Fahrer oder Liebhaber von Rennmaschinen zahlen häufig höhere Beiträge. Das liegt darin begründet, dass bei diesen Gruppen statistisch gesehen eine höhere Gefahr besteht, dass sie in einen Unfall verwickelt werden.

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