Was ist Elektromobilität? Definition & aktueller Stand der Entwicklung

Von Sarah K.

Letzte Aktualisierung am: 28. Mai 2024

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Der Klimawandel lässt sich mittlerweile auch von den ärgsten Kritikern nicht mehr leugnen. Um diesen abzumildern bzw. ihm entgegenzuwirken, werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. In Deutschland gehört dazu auch, dass Elektromobilität eine besondere Förderung erhält.

Wer sich entscheidet, sein Diesel- oder Benzin-Fahrzeug durch einen Wagen mit elektrischem Antrieb zu ersetzen, soll entsprechende Prämien erhalten. Zudem sehen die Förderprogramme zur Elektromobilität den Ausbau von Ladesäulen im ganzen Land vor.

Elektromobilität: Kurz und Knapp
Wie wird E-Mobilität definiert?

Elektromobilität bedeutet, dass Personen oder Güter mit einem elektrischen Antrieb befördert werden. Es handelt sich dabei um eine Form der nachhaltigen Mobilität, welche als klimafreundlich gilt. Fahrzeuge, die damit in Zusammenhang stehen, sind zum Beispiel E-Autos oder E-Scooter.

Ist Elektromobilität die Zukunft?

Ein Blick auf die Statistik verrät, dass in Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr E-Fahrzeuge neu für die Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen worden sind. Von daher ist davon auszugehen, dass in der Zukunft die Elektromobilität immer weiter an Bedeutung gewinnen und ggf. zum Fortbewegungsmittel Nummer 1 wird.

Welche Förderung ist für E-Mobilität in Deutschland vorgesehen?

Zur Förderung der Elektromobilität hat die Bundesregierung unterschiedliche Gesetze und Verordnungen auf den Weg gebracht. Diese sollen zum Beispiel einen Anreiz schaffen, ein elektrisch betriebenes Auto zu kaufen. Wer genau von diesem Umweltbonus profitiert, lesen Sie hier.

Doch wie können Sie ganz konkret von der E-Mobilität-Förderung profitieren? Was meint der Begriff Elektromobilität? Welche Fahrzeuge sind in diesem inbegriffen?  Diese Fragen erläutert der nachfolgende Ratgeber umfassend.

Was gehört alles zur Elektromobilität?

Das Elektromobilitätsgesetz sieht eine umfassende Förderung für E-Fahrzeuge vor.
Das Elektromobilitätsgesetz sieht eine umfassende Förderung für E-Fahrzeuge vor.

Schon seit einigen Jahren kursiert der Begriff der Verkehrswende durch die Medien. Konkret geht es darum, Formen der Fortbewegung zu finden, die das Klima deutlich weniger belasten als die bisher bestehenden Möglichkeiten.

Dabei spielt die Elektromobilität eine ganz wichtige Rolle. Grundsätzlich fallen unter diesen Begriff alle Fortbewegungsmittel, die elektronisch betrieben werden. Auch Hybride, bei denen der Antrieb zumindest teilweise elektronisch funktioniert, fallen in diese Kategorie. Konkrete Beispiele für Fahrzeuge sind:

  • E-Autos
  • E-Lkw
  • E-Scooter
  • E-Motorräder
  • Oberleitungsbusse
  • Elektrolokomotiven

Die E-Mobilität beschränkt sich also nicht nur auf den privaten Personenverkehr, sondern findet vielmehr auch im Güterverkehr und der Transportation von Fahrgästen Anwendung. Um die jeweiligen Fahrzeugklassen bewegen zu können, müssen diese regelmäßig geladen werden. Oft können dabei noch nicht so gute Reichweiten erzielt werden wie bei Fahrzeugen, die mit Diesel oder Benzin fahren.

Förderung der Elektromobilität in Deutschland 

Die Elektromobilität soll durch den Ausbau von Ladestationen gefördert werden.
Die Elektromobilität soll durch den Ausbau von Ladestationen gefördert werden.

Seit dem 12. Juni 2015 ist in Deutschland das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) in Kraft. Dieses sieht eine Reihe von Förderungen der Elektromobilität vor. Dazu gehört zum Beispiel ein flächendeckender Ausbau der Ladestationen, sodass E-Fahrzeuge in jeder Region genutzt werden können. Die Förderung umfasst hierbei circa 300 Millionen Euro.

Zudem profitieren Fahrzeughalter von einer Kfz-Steuerbefreiung über zehn Jahre, wenn sie ein Elektro-Auto mit Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2025 fahren. Auch bei der Teilnahme am Straßenverkehr gibt es einige Privilegien. Zu nennen ist hier zum Beispiel, dass E-Fahrzeuge besondere Parkplätze an Ladestationen erhalten und teilweise auch in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung keine oder zumindest verringerte Parkgebühren bezahlen müssen.

Gut zu wissen: Ein Kaufanreiz für Elektrofahrzeuge soll durch den sogenannten Umweltbonus geschaffen werden. Wer zum Beispiel ein E-Auto kauft, kann dafür eine Innovationsprämie von bis zu 9.000 Euro erhalten.

Wie hoch ist die Prämie für die Anschaffung von einem E-Auto?

Wann der Umweltbonus beim Kauf eines E-Fahrzeugs greift, ist genau geregelt. Die Höhe der Förderung richtet sich dabei nach dem Nettolistenpreis. Auch im Rahmen eines Leasings ist eine Prämie möglich, genauso wie bei bestimmten Plug-In-Hybridfahrzeugen. Die nachfolgende Tabelle liefert Ihnen einen Überblick der möglichen Prämien:

AnschaffungsartFörderung (Nettolistenpreis unter 40.000 Euro)Förderung (Nettolistenpreis über 40.000 Euro)Mindesthaltedauer
Kauf6.000 Euro5.000 Euro6 Monate
Leasing (6-11 Monate)1.500 Euro1.250 Euro6 Monate
Leasing (12-23 Monate)3.000 Euro2.500 Euro12 Monate
Leasing (über 23 Monate)6.000 Euro5.000 Euro24 Monate

Elektrofahrzeuge, deren Kaufpreis mehr als 65.000 Euro beträgt, erhalten keine Förderung. Diese Höhe vom Umweltbonus ist bis zum 31.12.2022 fest. Ab dem 1.1.2023 treten dann bezüglich der Förderung von Elektromobilität folgende Änderungen in Kraft:

  • Zum 1.9.2023 wird die Förderung auf Privatpersonen beschränkt.
  • Schon ab Beginn des Jahres werden keine Plug-In-Hybridfahrzeuge mehr gefördert.
  • Die maximale Förderhöhe für die Anschaffung eines E-Fahrzeugs wird auf 4.500 Euro abgesenkt.

Elektromobilität: Vor- und Nachteile 

Nachdem wir Ihnen erklärt haben, was Elektromobilität ist und wie diese in Deutschland gefördert wird, wollen wir nun auf deren Vor- und Nachteile eingehen.

Nachteile, die E-Fahrzeuge mit sich bringen können

  • Anschaffungskosten: Zwar gibt es den Umweltbonus, dennoch sind E-Fahrzeuge meist deutlich teurer als vergleichbare Modelle mit einem anderen Antrieb. Setzen allerdings immer mehr Hersteller aus Elektromobilität, könnte es in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Preisreduzierung kommen.
  • Reichweite: Gerade für Langstrecken sind E-Fahrzeuge noch nicht ausgereift. Einige Modelle können zwar bis zu 500 Kilometer ohne Ladung zurücklegen, allerdings müssen Sie dann auch bedenken, dass die Ladezeit deutlich länger als ein Tankvorgang dauert.
  • Ladeinfrastruktur: Zwar steckt der Bund viel Geld in den Bau neuer Ladesäulen, das Problem soll aber erst zum Jahr 2030 beseitigt sein. Bis dahin wird Deutschland nicht über eine flächendeckende Ladeinfrastruktur verfügen.

Vorteile von elektrisch betriebenen Fahrzeugen

  • Geringerer Verschleiß: Die Wartungskosten sind in aller Regel nicht so hoch, da der Verschleiß der einzelnen Bauteile gegenüber einem Modell mit Verbrennungsmotor als deutlich geringer gilt.
  • Klimafreundlichkeit: Ziel der Elektromobilität ist es, den Schadstoffausstoß zu verringern. Zwar gibt es diesen bei der Produktion der Fahrzeuge, während der Fahrt sind sie allerdings deutlich klimaschonender als mit einem Verbrenner unterwegs.
  • Vielfältige Förderung: Wie bereits erwähnt, genießen Fahrer von E-Autos einige Vorteile im Straßenverkehr sowie bei der Kfz-Steuer. Auch der Umweltbonus bietet einen großen finanziellen Anreiz.
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Sarah K.

Seit 2016 unterstützt Sarah die Redaktion von autokauf.org und verfasst Ratgeber zu unterschiedlichen Themen aus den Bereichen Fahrzeugbewertung, Autokauf und Kfz-Versicherungen.

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