Kfz-Versicherung – Wichtige Absicherung für Sie und Ihr Auto

In welchen Situationen hilft Ihnen die Autoversicherung weiter?

In welchen Situationen hilft Ihnen die Autoversicherung weiter?

Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes wurden allein im August 2017 über 253.000 Neuwagen zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies ein Plus von 3,5 Prozent dar. Ein jeder Autokäufer muss nicht nur die Zulassung seines Fahrzeugs bezahlen, auch danach kommen unterschiedliche Kosten auf ihn zu.

Hierzu gehören unter anderem Spritkosten und Kfz-Steuer. Auch die regelmäßigen Wartungen sowie Hauptuntersuchungen müssen bezahlt werden. Ein weiterer beträchtlicher Posten ist die Kfz-Versicherung.

Kfz-Versicherung: Kurz und Knapp
  • Die Kfz-Haftpflichtversicherung springt ein, wenn ein Autofahrer eine andere Person schädigt. Die Versicherung kommt für Sach-, Vermögens- sowie Personenschäden des Dritten auf.
  • Möchten Sie auch Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug absichern, müssen Sie zusätzlich eine Kaskoversicherung abschließen. Es gibt hierbei zwei Optionen: die Teil- und die Vollkasko.
  • Je nach Versicherer kann es zu großen Preisunterschieden kommen. Führen Sie deshalb einen Kfz-Versicherungsvergleich durch, um das beste Angebot zum günstigsten Preis zu finden.

Welche Formen der Kfz-Versicherung gibt es? Welche Leistungen sind im Versicherungsschutz inbegriffen? Wie finden Sie eine günstige Autoversicherung? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? In unserem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um die Kraftfahrzeugversicherung.

Kfz-Haftpflichtversicherung: Unverzichtbarer Schutz für jedes Fahrzeug

Wichtige Form der Kfz-Versicherung: Die Haftpflicht ist für jedes Kfz gesetzlich vorgeschrieben.

Wichtige Form der Kfz-Versicherung: Die Haftpflicht ist für jedes Kfz gesetzlich vorgeschrieben.

Es gibt verschiedene Formen der Autoversicherungen. Eine davon ist die Kfz-Haftpflicht. Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei um eine sogenannte Pflichtversicherung. Das bedeutet, dass ein Auto nur dann im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden darf, wenn es über eine solche Versicherung verfügt.

Die gesetzlichen Grundlagen hierzu sind dem Pflichtversicherungsgesetz – kurz PflVG genannt – zu entnehmen. In § 1 des Gesetzes ist Folgendes festgelegt:

Der Halter eines Kraftfahrzeugs oder Anhängers mit regelmäßigem Standort im Inland ist verpflichtet, für sich, den Eigentümer und den Fahrer eine Haftpflichtversicherung zur Deckung der durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursachten Personenschäden, Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden nach den folgenden Vorschriften abzuschließen und aufrechtzuerhalten, wenn das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen (§ 1 des Straßenverkehrsgesetzes) verwendet wird.

Möchten Sie ein Fahrzeug bei der zuständigen Zulassungsstelle anmelden, müssen Sie demnach einen Nachweis darüber erbringen, dass eine Kfz-Versicherung besteht. Hierzu müssen Sie die sogenannte elektronische Versicherungsbestätigungs-Nummer (eVB-Nummer) vorlegen. Dabei handelt es sich um eine siebenstellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Sie erhalten die eVB-Nummer bei Ihrem Versicherer.

Früher mussten Personen, die ihr neues Auto zulassen wollten, darauf warten, dass ihnen die Doppelkarte vom Versicherer zugeschickt wurde. Durch die eVB-Nummer wird das Verfahren beschleunigt und vereinfacht, da diese zeitnah per Mail, SMS oder am Telefon durchgegeben werden kann.

Warum ist die Kfz-Haftpflichtversicherung so wichtig?

Warum ist diese Form der Kfz-Versicherung nun aber so bedeutend, dass jeder Fahrzeughalter verpflichtet ist, diese abzuschließen? Gemäß § 7 Abs. 1 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) gilt Folgendes:

Wird bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs oder eines Anhängers, der dazu bestimmt ist, von einem Kraftfahrzeug mitgeführt zu werden, ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.

Verursachen Sie also mit Ihrem Auto einen Unfall und beschädigen dabei ein anderes Auto, so sind Sie dazu verpflichtet, für die Reparatur oder den Ersatz des Fahrzeugs zu sorgen. Einen Betrag von mehreren hundert bis tausend Euro zu zahlen, wäre für viele Unfallverursacher vielleicht noch möglich.

Bei Personenschäden ist die Kfz-Haftpflichtversicherung sehr wichtig.

Bei Personenschäden ist die Kfz-Haftpflichtversicherung sehr wichtig.

Doch vor allem bei Personenschäden können Kosten in Millionenhöhe entstehen, da unter anderem die folgenden Leistungen von der gegnerischen Seite gefordert werden können:

  • Rettungskosten
  • medizinische Behandlung
  • Schmerzensgeld
  • Reha-Maßnahmen
  • Verdienstausfall
  • Unterhalt für Hinterbliebene
  • lebenslange Rente bei Erwerbsunfähigkeit

Die Autohaftpflichtversicherung springt in einem solchen Fall ein und sorgt dafür, dass Unfallopfer ausreichend entschädigt werden – egal, wie es um die finanziellen Möglichkeiten des Unfallverursachers bestellt ist. Des Weiteren bewahrt diese Form der Kfz-Versicherung Fahrzeughalter davor, sich nach einem Unfall verschulden zu müssen.

Die Kfz-Haftpflicht kommt sowohl für Sach- und Personen- als auch für Vermögensschäden auf, die beim Gebrauch eines Fahrzeugs entstehen. Hierzu zählt nicht nur das Fahren an sich. Auch, wenn Sie beim Tanken, Be- und Entladen sowie Ein- und Aussteigen Schäden verursachen, sind Sie durch die Kfz-Versicherung abgesichert.

Wichtiger Wert beim Vergleich: Die Deckungssumme der Kfz-Versicherung

Bei einem Vergleich verschiedener Kfz-Versicherungen sollten Sie nicht nur auf den Preis achten. Legen Sie ein besonderes Augenmerk auf die angebotenen Leistungen. Verfügt eine Versicherung über einen umfassenderen Schutz, kann sich ein Anbieter mit höheren Prämien durchaus lohnen. Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium ist die Deckungssumme.

Die Deckungssumme einer Kfz-Versicherung sollte nicht zu niedrig angesetzt werden.

Die Deckungssumme einer Kfz-Versicherung sollte nicht zu niedrig angesetzt werden.

Hierbei handelt es sich um die Summe, welche von der Kfz-Versicherung maximal nach einem Schadensfall ausgezahlt wird. Gemäß Anlage 4 zu § 4 Abs. 2 PflVG müssen die Deckungssummen mindestens bei den folgenden Werten liegen:

  • 50.000 Euro für Vermögensschäden
  • 1,12 Millionen Euro für Sachschäden
  • 7,5 Millionen Euro für Personenschäden

Hierbei handelt es sich um die gesetzlich geforderten Mindestsummen. Jeder Versicherer muss diese Deckungssummen also mindestens beim Versicherungsschutz ansetzen.

Die meisten Anbieter legen jedoch höhere Summen fest. Es ist ratsam, wenn Sie sich für eine höhere Deckungssumme von insgesamt etwa 100 Millionen Euro entscheiden.

Je höher die Deckungssumme ausfällt, desto teurer wird auch der Beitrag für die Kfz-Versicherung. Allerdings ist in diesem Zusammenhang zu beachten, dass Sie bei einer zu niedrig angesetzten Versicherungssumme, welche nicht die kompletten Kosten nach einem Schadensfall abdeckt, selbst in die Pflicht genommen werden. Es ist also in Ihrem eigenen Interesse, wenn die Kfz-Haftpflichtversicherung über eine ausreichend hohe Deckungssumme verfügt.

Die Leistungen der Haftpflichtversicherung fürs Auto

Welche Leistungen umfasst nun genau diese Form der Kfz-Versicherung? Wie bereits erwähnt, kommt die Kfz-Haftpflicht für Schäden auf, die ein Fahrzeughalter beim Gebrauch seines Fahrzeugs anderen Personen zufügt. Ist das beschädigte Auto nach einem Unfall nicht mehr fahrtüchtig, übernimmt die Haftpflicht die Abschleppkosten. Kommt es zu einem Sachschaden, müssen dementsprechend die Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungskosten übernommen werden.

Zu den Kosten, die von der Kfz-Haftpflichtversicherung übernommen werden, zählen bei den Sachschäden jedoch nicht nur die Reparaturkosten. Sollte beim Unfall beispielsweise die wertvolle Ladung des Geschädigten in Mitleidenschaft gezogen worden sein, so kommt die Fahrzeugversicherung hierfür auf. Auch wenn Straßenschilder oder Leitplanken demoliert wurden, übernimmt die Kfz-Haftpflicht diese Posten.
Die Kfz-Haftpflicht zahlt den Gutachter der gegnerischen Partei.

Die Kfz-Haftpflicht zahlt den Gutachter der gegnerischen Partei.

Damit im Zuge der Schadensregulierung die richtige Summe ausgezahlt werden kann, muss in der Regel ein Gutachten erstellt werden. Die Kfz-Haftpflicht übernimmt die Kosten für den Gutachter der Gegenseite. Auch wenn das Unfallopfer einen Anwalt einschaltet, zahlt die Kfz-Versicherung die entstehenden Kosten.

Ist eine Reparatur notwendig, die mehrere Tage dauert, oder muss ein neues Auto nach einem Totalschaden angeschafft werden, hat das Unfallopfer außerdem das Recht dazu, einen Mietwagen in Anspruch zu nehmen.

Verzichtet er auf ein solches Ersatzfahrzeug, kann er eine Nutzungsausfallentschädigung geltend machen.

Zu den weiteren Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung zählt es, dass er einen passiven Rechtsschutz übernimmt. Das bedeutet, dass der Versicherer unberechtigte Forderungen, welche der Unfallgegner an Sie stellt, für Sie abwehrt. Sollte es hierbei zu einem Rechtsstreit vor Gericht kommen, zahlt die Kfz-Versicherung die hierfür anfallenden Kosten.

So können Sie die Kfz-Haftpflichtversicherung erweitern

Der Schutzbrief Ihrer Kfz-Versicherung bietet Hilfe bei einer Panne.

Der Schutzbrief Ihrer Kfz-Versicherung bietet Hilfe bei einer Panne.

Wie auch bei anderen Formen der Kfz-Versicherung möglich, haben Sie bei der Haftpflicht für Ihr Auto die Option, den Versicherungsschutz mit zusätzlichen Bausteinen an Ihre persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Bei einem Versicherungsvergleich sollten Sie auch auf diese weiteren Leistungen achten, da sich viele Kfz-Versicherungen in den grundlegenden Punkten häufig nur marginal unterscheiden.

Zu den optionalen Leistungen zählen unter anderem die folgenden:

  • Mallorca-Police: Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Versicherungsschutz, wenn Sie mit einem Mietwagen im Ausland unterwegs sind. Verursachen Sie einen Unfall, sind Sie durch Ihre Kfz-Haftpflicht abgesichert, obwohl Sie nicht mit Ihrem eigenen Fahrzeug gefahren sind.
  • Schutzbrief: Sollte es zu einem Unfall bzw. einer Panne im In- oder Ausland kommen, sind Sie durch den Schutzbrief der Kfz-Versicherung gut absichert. Je nach Umfang der Leistungen werden Abschlepp- und Bergungskosten, ein Mietwagen oder Übernachtungskosten bezahlt. In vielen Fällen wird auch Ihre Heimreise organisiert, wenn Sie sich für einen Schutzbrief entscheiden. Da sich die Leistungen je nach Versicherer stark voneinander unterscheiden können, ist es ratsam, wenn Sie die für den Schutzbrief geltenden Bedingungen im Vorhinein im Detail studieren.
  • Auslandsschadenschutz: Sind Sie häufig mit dem eigenen Auto im Ausland unterwegs, kann sich dieser Zusatzbaustein für die Kfz-Versicherung lohnen. Zwar gilt auch im Ausland, dass der Unfallverursacher für einen Schaden aufkommen muss. In vielen Ländern sind die Deckungssummen jedoch sehr viel niedriger als in Deutschland. Geraten Sie im Ausland unverschuldet in einen Unfall, erfolgt die Schadensregulierung dank des Auslandsschadensschutzes durch Ihre eigene Kfz-Versicherung – und zwar unter Berücksichtigung des deutschen Maßstabes.
  • Rabattretter: Auch wenn Sie einen Schaden melden, werden Sie dank dieses Bausteins bei der Kfz-Versicherung nicht zurückgestuft.
Zusätzlich zur Haftpflicht haben Fahrzeughalter die Möglichkeit, eine sogenannte Kfz-Unfallversicherung abzuschließen. Kommt es zu einem Unfall, bei dem der Fahrer oder andere Insassen des Autos Verletzungen davon tragen, sind dadurch alle Betroffenen abgesichert. So werden etwa von der Versicherung die Kosten für die Behandlung im Krankenhaus getragen. In diesem Zusammenhang ist es übrigens egal, ob der Unfall selbst verschuldet wurde oder nicht.

Sichern Sie auch Ihr Auto ab: Die Kaskoversicherung

Soll die Kfz-Versicherung auch Schäden an Ihrem Auto absichern, ist eine Kaskoversicherung abzuschließen.

Soll die Kfz-Versicherung auch Schäden an Ihrem Auto absichern, ist eine Kaskoversicherung abzuschließen.

Wie wir bereits erwähnt haben, ersetzt die Kfz-Haftpflichtversicherung nur die Schäden, die dem Unfallopfer entstehen. Verursachen Sie selbst einen Unfall und beschädigen dabei Ihr Auto, müssen Sie selbst für die Reparatur oder ein Ersatzfahrzeug aufkommen.

Möchten Sie dies umgehen und auch Ihr eigenes Auto schützen, müssen Sie eine zusätzliche Kfz-Versicherung abschließen.

Hierbei handelt es sich um die sogenannte Kaskoversicherung. Bei dieser haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Formen: der Teil- und der Vollkaskoversicherung. Diese sind, im Gegensatz zur Kfz-Haftpflicht, nicht gesetzlich vorgeschrieben. Doch worin unterscheiden sich diese beiden Versicherungen genau und für wen lohnt sich der Abschluss eines Versicherungsvertrages?

Nicht nur Ihr Auto muss entsprechend versichert werden, auch beim Motorrad darf der Versicherungsschutz nicht fehlen. Den grundlegenden Schutz stellt die Kfz-Haftpflichtversicherung dar. Zusätzlich können Sie für Ihr Zweirad auch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen. Für Kleinkrafträder (z. B. Mofas und Roller bis max. 45 km/h) benötigen Sie im Übrigen keine Motorradversicherung. Hier reicht ein Versicherungskennzeichen aus.

Teilkasko – Ergänzender Versicherungsschutz

Möchten Sie Ihr eigenes Fahrzeug absichern, müssen Sie zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflicht eine Teilkaskoversicherung abschließen. Doch in welchen Fällen greift diese Form der Kfz-Versicherung genau?

Kfz-Versicherung: Die Teilkasko ersetzt Schäden, die bei einem Wildunfall entstanden sind.

Kfz-Versicherung: Die Teilkasko ersetzt Schäden, die bei einem Wildunfall entstanden sind.

Die Teilkaskoversicherung kommt unter anderem für sogenannte Elementarschäden auf. Hierzu gehören in der Regel die folgenden Fälle:

  • Hagel
  • Blitzschlag
  • Sturm
  • Überschwemmung

Des Weiteren kommt diese Form der Kfz-Versicherung auch für Schäden auf, die durch Brand, Explosion oder Kurzschluss zustande gekommen sind. Bei manchen Policen sind zusätzlich daraus resultierende Folgeschäden versichert.

Des Weiteren übernimmt die Teilkasko in der Regel Glasschäden. Auch bei einem Diebstahl oder Raub springt die Versicherung ein. Zu den weiteren Leistungen zählt es, dass die Teilkasko nach einem Wildunfall für die entstandenen Schäden aufkommt. Beachten Sie jedoch, dass in vielen Fällen nur Kollisionen mit Haarwild versichert sind. Hierzu gehören unter anderem:

  • Hasen
  • Reh- sowie Rotwild
  • Wildschweine
  • Füchse

Für den Schutz bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art – also beispielsweise auch Nutztieren – müssen Sie bei vielen Versicherungen zusätzliche Leistungen hinzubuchen. Bei anderen Anbietern ist der umfassende Schutz jedoch schon im Basisschutz enthalten. Auch Marderschäden sind nicht bei jeder Kfz-Versicherung geschützt.

Beachten Sie: Der Umfang der Leistungen der Teilkasko kann sich je nach Versicherer unterscheiden. Bevor Sie sich für eine bestimmte Kfz-Versicherung entscheiden, sollten Sie deshalb stets verschiedene Anbieter vergleichen. Achten Sie hierbei genau darauf, welche Schäden tatsächlich abgedeckt werden.

Vollkasko – Der Rundumschutz für Ihr Auto

Bei der Vollkasko umfasst der Versicherungsschutz auch Schäden nach einem selbstverschuldeten Unfall.

Bei der Vollkasko umfasst der Versicherungsschutz auch Schäden nach einem selbstverschuldeten Unfall.

Die Vollkasko umfasst die gleichen Leistungen wie die Teilkasko und baut diese noch weiter aus. Diese Form der Kfz-Versicherung kommt auch dann für Schäden an Ihrem eigenen Auto auf, wenn Sie selbst einen Unfall verursachen.

Des Weiteren springt die Vollkaskoversicherung bei Vandalismus ein – also dann, wenn eine Person mutwillig Ihr Fahrzeug beschädigt. Auch wenn Ihr Auto bei einem Unfall beschädigt wird und der Unfallverursacher Fahrerflucht begeht, greift die Vollkasko.

Eine Kaskoversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie ein relativ junges (etwa bis zu fünf Jahre alt) bzw. hochwertiges Fahrzeug besitzen. Denn in diesen Fällen ist eine Reparatur oder die Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges meist mit sehr hohen Kosten verbunden. Sind Sie finanziell so gut aufgestellt, dass Sie aus eigenen Mitteln nach einem Diebstahl oder Totalschaden ein neues Auto kaufen könnten, ist die Kaskoversicherung jedoch kein Muss. Finanzieren oder leasen Sie ein Auto, ist im Vertrag in der Regel festgelegt, dass Sie eine Vollkasko abschließen müssen.

Wie teuer ist eine Autoversicherung?

Neben den Spritkosten sowie der Kfz-Steuer stellen die Beiträge für die Kfz-Versicherung einen bedeutenden finanziellen Posten dar, der von Fahrzeughaltern getragen werden muss. Für viele Autobesitzer stellt sich aus diesem Grund die Frage nach den Kosten für den Versicherungsschutz.

Leider kann hierzu keine pauschale Angabe gemacht werden. Wenn Sie Ihr Auto versichern lassen möchten, hängt die Höhe der Prämie nämlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hierzu gehören unter anderem die folgenden Posten:

  • Jährliche Kilometerleistung
  • Schadenfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers
  • Regionalklasse, d. h. der Wohnort des Fahrzeughalters
  • Typklasse, d. h. Automarke und Modell
  • Alter und Anzahl der Fahrer
  • Tarifgruppe (manche Berufsgruppen erhalten besondere Rabatte
Bei einer Kaskoversicherung ist außerdem die Höhe der Selbstbeteiligung von großer Bedeutung. Eine weitere Einflussgröße für die Beiträge zur Kfz-Versicherung stellt der Anbieter an sich dar. Zwischen den verschiedenen Versicherungen können große Preisunterschiede bei gleichen Leistungen bestehen, weshalb Sie nicht auf einen Versicherungsvergleich verzichten sollten.

Im Folgenden wollen wir näher auf einige der wichtigsten Faktoren eingehen, welche die Höhe der Beiträge für die Kfz-Versicherung beeinflussen.

Ihre Schadenfreiheitsklasse: Seit wie vielen Jahren sind Sie unfallfrei unterwegs

Nach einem Schaden erfolgt eine Rückstufung bei der Kfz-Versicherung.

Nach einem Schaden erfolgt eine Rückstufung bei der Kfz-Versicherung.

Wie viel Geld Sie für Ihre Kfz-Versicherung ausgeben müssen, wird unter anderem von Ihrer Schadenfreiheitsklasse – kurz SF-Klasse genannt – beeinflusst. In welche Klasse ein Fahrzeughalter eingruppiert wird, hängt davon ab, seit wie vielen Jahren er schon Auto fährt, ohne dabei einen Unfall verursacht zu haben.

He höher die Schadenfreiheitsklasse ist, desto geringer fallen die Beiträge für die Autoversicherung aus. Fahranfänger starten in der Regel in der SF-Klasse 0. Für junge Fahrer, die bereits etwa Fahrpraxis haben, sowie für Zweitwagen wird in der Regel die SF-Klasse ½ angesetzt. Mit jedem schadenfreien Jahr erfolgt dann ein Aufstieg, was zu niedrigeren Prämien für die Kfz-Versicherung führt. Je sicherer Sie fahren, desto günstiger wird also die Versicherung für Ihr Auto.

Für Fahranfänger ist eine Kfz-Versicherung besonders teuer, da sie in der Schadenfreiheitsklasse 0 starten. Möchten junge Fahrer sparen, kann es sich lohnen, das Auto als Zweitwagen der Eltern versichern zu lassen. Dann ist in der Regel mindestens eine Einstufung in die SF-Klasse ½ möglich. Viele Versicherer bieten auch spezielle Familientarife an, wenn eine Zweitwagenversicherung nicht in Frage kommt.

Wird der Kfz-Versicherung jedoch ein Schaden gemeldet, findet eine Rückstufung des Versicherungsnehmers statt. Im nächsten Jahr muss er also höhere Beiträge zahlen. Wie genau eine Rückstufung nach einem Schadensfall erfolgt, also in welcher neuen SF-Klasse Sie landen, variiert je nach Versicherer. Genauere Informationen können Sie den jeweiligen Versicherungsbedingungen entnehmen.

In der Teilkasko gibt es übrigens keinen Schadenfreiheitsrabatt. Das liegt daran, dass die Risiken, die durch diese Form der Kfz-Versicherung abgedeckt werden, nicht im Einflussbereich des Fahrers liegen. Bei der Kfz-Haftpflicht bzw. der Vollkasko hat ein Versicherungsnehmer durch sein Verhalten hinterm Steuer die Möglichkeit, auf gewisse Risiken einzuwirken. Bei Elementarschäden oder Wildunfällen, welche von der Teilkasko reguliert werden, ist ein solcher Einfluss jedoch nicht gegeben.

Wie bereits erwähnt, landen Fahranfänger in der Regel zunächst in der SF-Klasse 0. Es gibt jedoch noch schlechtere Eingruppierungen. Hierbei handelt es sich um die Strafklassen M und S. In diesen landen Versicherungsnehmer aus den Schadenfreiheitsklassen 1, ½ oder 0, nachdem diese einen Schaden gemeldet haben.

Die Typklasse: Welches Auto wird versichert?

Für Sportwagen ist die Kfz-Versicherung in der Regel teurer als für Kleinwagen.

Für Sportwagen ist die Kfz-Versicherung in der Regel teurer als für Kleinwagen.

Wie teuer der Beitrag für die Kfz-Versicherung ausfällt, hängt unter anderem auch davon ab, welches Fahrzeug versichert werden soll. Entscheidend ist hierbei die sogenannte Typklasse. Diese gibt an, wie viele Schadenfälle bei einem bestimmten Automodell in den vergangenen drei Jahren zu verzeichnen waren.

Je öfter für ein Modell ein Schaden gemeldet wird, umso höher fällt die Typklasse aus. Dies führt wiederum dazu, dass Fahrzeugnehmer, wenn sie ein solches Modell versichern, mit höheren Preisen rechnen müssen.

Umgekehrt gilt: Je niedriger die Einstufung bei der Typklasse ausfällt, desto günstiger wird der für die Kfz-Versicherung fällige Beitrag.

Zu den Modellen mit einer besonders niedrigen Einstufung bei der Kfz-Versicherung zählen laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) das Smart Fortwo Cabrio, der Seat Mii und der Renault Twingo. Überdurchschnittlich hoch eingestuft und damit auch bedeutend teurer sind beispielsweise der Toyota Land Cruiser, der Audi Q7 und der Range Rover 4.4 TD.

Die Regionalklasse: Wo wohnen Sie?

Nicht nur das Fahrzeugmodell spielt eine Rolle dabei, wie teuer die Beiträge für die Kfz-Versicherung ausfallen. Auch Ihr Wohnort hat hierbei einen entscheidenden Einfluss. Für jeden der 413 Zulassungsbezirke in Deutschland werden jährlich die folgenden Werte erhoben:

  • Anzahl der Schäden im Verhältnis zu den angemeldeten Fahrzeugen
  • Durchschnittliche Höhe der Schäden

Für die Kaskoversicherung wird zusätzlich untersucht, wie häufig Autos gestohlen wurden, wie oft es zu Wildunfällen kam und wie hoch die Anzahl der Elementarschäden ausfiel. Je höher diese Werte ausfallen, umso höher ist dann auch die Einstufung der jeweiligen Region. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Beitragshöhe für die Kfz-Versicherung aus.

Laut Angaben des GDV hat der Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg die beste Schadenbilanz. In eher ländlichen Gebieten profitieren die Versicherten häufig von niedrigeren Beiträgen. Großstädte, wo es häufiger zu Unfällen und Diebstählen kommt, werden in der Regel sehr hoch eingestuft. Die schlechteste Schadenbilanz hat die Stadt Offenbach am Main.

Weitere wichtige Einflussgrößen

Die Kosten für die Kfz-Versicherung hängen auch von der Kilometerleistung ab.

Die Kosten für die Kfz-Versicherung hängen auch von der Kilometerleistung ab.

Eine besondere Einflussgrößen für den Preis der Kfz-Versicherung ist die jährliche Laufleistung eines Fahrzeugs. Legt ein Fahrer mit seinem Auto wenige Kilometer zurück, ist statistisch gesehen auch das Unfallrisiko geringer. Aus diesem Grund führt die Angabe einer niedrigen Laufleistung zu günstigeren Preisen.

Sie sollten beim Abschluss der Autoversicherung auf jeden Fall einen realistischen Wert ansetzen. Stellt der Versicherer fest, dass Sie sehr viel mehr Kilometer zurücklegen, können Leistungen gekürzt bzw. verweigert werden. Im schlimmsten Falle müssen Sie Nachzahlungen leisten.

Auch das Alter der Fahrer sowie der Nutzerkreis sind wichtig für die Berechnung der Prämie. Je größer die Anzahl der Fahrer ist, desto höher fallen die Beiträge aus. Viele Versicherungen verlangen von älteren Fahrern ab 68 Jahren außerdem höhere Prämien, da diese statistisch gesehen mehr Unfälle verursachen als Fahrer aus anderen Altersklassen – Fahranfänger ausgenommen.

Bei der Kaskoversicherung ist zusätzlich die Selbstbeteiligung zu beachten. Hierbei handelt es sich um die Summe, die ein Versicherter im Schadenfall selbst trägt. Je höher die Selbstbeteiligung ausfällt, umso günstiger werden die Beiträge für die Kfz-Versicherung.

Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst werden in der Regel von Versicherern bevorzugt behandelt. Sie profitieren oft von besonders günstigen Prämien bei der Kfz-Versicherung. Doch woran liegt das eigentlich? Sie erhalten ein regelmäßiges Gehalt, sind normalerweise nicht von Kündigung bedroht und ziehen nicht so häufig um wie andere Berufsgruppen.
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