Autopflege: Vieles können Sie selbst leisten

Eine Autopflege kann dem Fahrzeug zu neuem Glanz verhelfen.
Eine Autopflege kann dem Fahrzeug zu neuem Glanz verhelfen.

Ein Fahrzeug ist eine Anschaffung, die von den meisten Leuten nicht regelmäßig getätigt wird. Daher soll der Wagen möglichst lange halten. Um dies zu gewährleisten ist nicht nur eine schonende Fahrweise erforderlich, die den Verschleiß wichtiger Teile eindämmen soll.

Auch eine richtige Autopflege ist entscheidend. Von regelmäßigem Waschen bis hin zur kleinen Schönheitsreparatur, können Sie dabei viele Dinge auch selbst erledigen, damit Ihr Pkw auch über einen längeren Zeitraum in gutem Zustand bleibt.

Der folgende Ratgeber klärt Sie darüber auf, was Sie bei einem Auto für Pflegemittel verwenden können. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps und Tricks rund um die Wagenpflege und wir erklären, wann der Gang zu einem Profi vonnöten ist.

Das Auto pflegen: Verringern Sie den Wertverlust

Jeder Neuwagen muss in der Anfangszeit der Nutzung einen enormen Wertverlust hinnehmen. Schon im ersten Jahr bzw. nach einer Laufleistung von ca. 15.000 Kilometern, verringert sich der Wert des Fahrzeugs um ein Viertel des ursprünglichen Kaufpreises.

Dieser Fakt wird interessant, wenn Sie das Auto verkaufen möchten. Um einen angemessenen Preis zu ermitteln, spielt nämlich auch das Alter eine entscheidende Rolle. Dieser Form der Wertminderung können Sie allerdings nicht entgegenwirken, es handelt sich um einen natürlichen Prozess.

Eine umfangreiche Autopflege mindert den Wertverlust des Wagens.
Eine umfangreiche Autopflege mindert den Wertverlust des Wagens.

Allerdings können Sie einiges dazu beitragen, dass die Fahrzeugbewertung positiver ausfällt: Eine perfekte Autopflege garantiert einen besseren Gesamteindruck Ihres Wagens.

Dazu gehören sowohl die optische Aufbereitung als auch die regelmäßigen Checks verschleißanfälliger Teile.

Sie können so Teile mit hohem Verschleiß schnell erkennen und diese Austauschen, bevor noch andere davon betroffen werden könnten. Lassen sie dies in einer Werkstatt durchführen, wirkt sich dies zusätzlich positiv aus. Ein „Scheckheftgepflegtes“ Fahrzeug lässt sich zudem meist zu höheren Summen veräußern.

Doch nicht immer ist der Gang zum Profi notwendig, um die Pflege vom Auto zu gewährleisten. Viele Dinge können Sie dabei auch selbst in die Hand nehmen. Im folgenden Abschnitt wird genauer darauf eingegangen, welche Optionen Ihnen dabei offen stehen.

Eine richtige Autopflege fängt schon mit Ihrem Umgang mit dem Fahrzeug an. Folgende Dinge sollten Sie dabei beachten:

  • Vermeiden Sie es, im Auto zu rauchen. Die Gerüche setzen sich fest und sind nur schwer zu entfernen. Außerdem besteht das Risiko von Brandlöchern.
  • Legen Sie eine schonende Fahrweise an den Tag, bei der keine Teile zu sehr in Anspruch genommen werden.
  • Lassen Sie Schäden zeitnah reparieren, damit daraus nicht noch größere Probleme entstehen.
  • Kippt Ihnen eine Flüssigkeit im Pkw aus, sollten Sie diese sofort aufwischen, da sonst die Feuchtigkeit gespeichert wird und somit Rost entstehen kann.
  • Zu einer guten Autopflege gehört auch die Einhaltung des Termins zur Vorstellung des Fahrzeugs zur Hauptuntersuchung.
  • Um einen guten optischen Eindruck zu hinterlassen ist eine regelmäßige Reinigung Pflicht.

Fahrzeugpflege selbst gemacht

Viele Punkte der Fahrzeugpflege können Sie selbst durchführen.
Viele Punkte der Fahrzeugpflege können Sie selbst durchführen.

Wie bereits erwähnt, ist nicht immer der Gang zu einem Profi vonnöten, wenn es um die kosmetische Autopflege geht. Die Reinigung können Sie beispielsweise auch selbst durchführen.

Dazu sind Sie im Optimalfall folgendermaßen ausgerüstet: Zwei Eimer Wasser, ein Hochdruckreiniger (wenn vorhanden), andernfalls reicht ein Gartenschlauch aus, ein Autoschwamm, Mikrofaser-Waschhandschuhe und –Trockentücher.

Zunächst muss eine Vorwäsche durchgeführt werden. Diese sollte in den folgenden Schritten erfolgen:

  1. Schäumen Sie das Fahrzeug mit einem Schwamm ein
  2. Für hartnäckigen Schmutz sollten sie zudem einen Vorreiniger nutzen
  3. Felgen können mit einem entsprechenden Reinigungsspray behandelt werden (beachten Sie die Einwirkzeit nach Herstellerangaben)
  4. Spülen Sie das gesamte Kfz mit dem Hochdruckreiniger oder Gartenschlauch ab, bis der Schaum verschwunden ist

Im nächsten Schritt steht dann die Handwäsche an. Dazu nutzen Sie im Idealfall einen Waschhandschuh und ein Autoshampoo. Dabei empfiehlt es sich, die Außenflächen des Fahrzeugs in mehrere Abschnitte aufzuteilen. So stellen Sie sicher, dass Sie wirklich jede Stelle mitwischen.

Dabei sollten Sie in kreisförmigen Bewegungen arbeiten und vorsichtig agieren. Es empfiehlt sich, zudem den Handschuh mehrmals zwischendurch auszuspülen, um den Dreck nicht von der einen auf die andere Seite zu verteilen.

Ist das gesamte Fahrzeug gewaschen, sollten Sie es noch einmal gründlich mit Wasser abspülen. Gehen Sie dabei von oben nach unten vor, so kann sich nur wenig Restwasser sammeln.

Beherzigen Sie diese Tipps zur Autopflege des Außenbereichs, sollten Sie damit gute Ergebnisse erzielen können.

Kfz: Die Pflege von Innenraum und Lack wertet die Optik auf

Nicht nur das Äußere eines Wagens sollte regelmäßig gepflegt werden. Auch der Innenraum kann schnell verdrecken und den Gesamteindruck mindern. Auch hier können Sie selbst entgegenwirken. Ein erster Schritt ist das Aussagen des gesamten Fahrzeuginneren.

Sitzbezüge sollten gesondert gesäubert werden. Haben Sie beispielsweise Ledersitze, so sollten dieser mit einem Lederpflegemittel behandelt werden. Bevor Sie dieses auftragen, sollte der Sitz frei von Dreck und Schmutz sein.

Auch der Lack sollte bei einer umfassenden Autopflege behandelt werden.
Auch der Lack sollte bei einer umfassenden Autopflege behandelt werden.

Wenn Sie eine Ledercreme verwenden, sollten Sie diese vorsichtig in das Material einmassieren und ungefähr 24 Stunden trocknen lassen. Im Anschluss können Sie mit einem trockenen Lappen noch einmal nachpolieren.

Weiterhin sollten auch die Fußmatten und die Öffnungen der Belüftung gereinigt werden. Sind hartnäckige Gerüche vorhanden, sollten Sie den Pkw auslüften lassen. Geruchsbäume sorgen zwar vorübergehend für einen angenehmeren Duft, sind aber keine dauerhafte Lösung.

Um unangenehme Gerüche zu entfernen, ist meist ein Gang zu einem Profi vonnöten, wenn sich diese bereits festgesetzt haben. In diesem Fall ist nur noch eine Ozonbehandlung erfolgsversprechend. Näheres dazu erfahren Sie im weiteren Verlauf des Artikels.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Autopflege ist die Lackaufbereitung. Haben Sie das Fahrzeug wie oben beschrieben gründlich gereinigt, sollten Sie zusätzlich eine Politur verwenden, um dem Wagen zu neuem Glanz zu verhelfen.

Dieses Hilfsmittel ist im Fachhandel oder Baumarkt erhältlich und kostet in der Anschaffung etwa 15 Euro. Verteilen Sie die Politur gleichmäßig auf dem Wagen und lassen Sie diese einwirken. Wichtig: Das Fahrzeug muss vollständig vom Dreck befreit sein, bevor Sie mit dem Auftragen anfangen.

Ist dies nicht der Fall, kann die Politur wie ein Schleifmittel wirken und es entstehen Kratzer in der Lackbeschichtung. Um mehr Schutz für Ihren Pkw zu erhalten, empfiehlt es sich, im Anschluss ein Hartwachs aufzutragen. Dieser bildet eine Schutzschicht und stopft die Lackpooren. Dadurch kann Schmutz nicht mehr so leicht an Ihrem Wagen haften.

Lackkratzer entfernen

Wenn Sie ein Auto richtig pflegen wollen, gehört es auch dazu, Beschädigungen auszubessern, sodass nicht noch größere Schäden entstehen können. Ist beispielsweise durch eine Unachtsamkeit beim Ausparken ein Kratzer im Lack entstanden, sollten Sie diesen zeitnah ausbessern (lassen), damit an der betroffenen Stelle kein Rost entstehen kann.

Auch hier können Sie selbst tätig werden: Ist nur die obere Lackschicht betroffen, ist ein Gang zum Profi nicht notwendig. Mit einer Politur und etwas Geschick, können Sie den Kratzer selbstständig entfernen.

Wichtig ist, dass Sie dabei mit äußerster Vorsicht vorgehen. Durch das Auftragen der Politur wird eine Schicht auf dem Kratzer gebildet, die diesen quasi ausfüllt. Somit bleibt die Stelle verschlossen und Sie laufen nicht Gefahr, dass sich Dreck und Schmutz darin sammeln.

Handelt es sich allerdings um einen tiefen Kratzer, der bis auf die Grundierung geht, kann nur noch ein Automechaniker helfen. Dabei können verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen, mit denen die Stelle behandelt werden kann.

Wagenpflege: Auch Reifen und Felgen sind wichtig

Wenn Sie Ihr Auto pflegen möchten, sollten Sie auch den Reifendruck in regelmäßigen Abständen überprüfen.
Wenn Sie Ihr Auto pflegen möchten, sollten Sie auch den Reifendruck in regelmäßigen Abständen überprüfen.

In Bezug auf die Fahrzeugpflege ist den Tipps immer wieder zu entnehmen, dass auch die Reifen eine wichtige Rolle spielen. Sind diese nämlich abgenutzt, beeinträchtigt dies die Fahrweise und kann zum Verschleiß anderer Teile führen.

Allerdings können sich abgefahrene Räder auch negativ auf Ihren Geldbeutel auswirken: Der Bußgeldkatalog sieht hohe Strafen vor, wenn die Profiltiefe nicht dem Mindestwert (1,6 mm) entspricht.

Ist dieser nicht mehr gegeben, so erwartet den Autofahrer ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro für diesen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO). Zusätzlich wird ein Punkt im Punkteregister in Flensburg vermerkt. Auch der Reifendruck sollte alle zwei bis drei Monate überprüft und gegebenenfalls erhöht werden, damit die Fahrweise des Pkw sich nicht verändert.

Schon bei unter 4mm Profiltiefe kann die Haftung des Wagens stark beeinträchtigt sein. Bemerken Sie Veränderungen, sollten Sie über die Anschaffung eines neuen Reifensatzes nachdenken. So verringern Sie die Gefahr von Unfällen für sich und andere.

Das Auto pflegen: Tipps für die Bremsen

Nicht nur einen Fall für eine Autopflege, sondern auch ein extremes Sicherheitsrisiko, stellen abgenutzte Bremsen dar. Vor allem die Bremsbeläge können nicht unendlich lang genutzt werden und müssen hin und wieder ausgetauscht werden.

Um den Zustand Ihrer Bremsen bzw. der Beläge zu überprüfen können Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Öffnen Sie die Motorhaube und überprüfen Sie die Menge der Bremsflüssigkeit. Bei Bedarf sollten Sie diese auffüllen. Notieren Sie sich die vorhandene Menge, diese werden Sie in einem späteren Schritt noch einmal benötigen.
  • Danach steht die Überprüfung der Bremsscheiben an. Schlagen Sie dazu die Vorderräder ein, um diese besser sehen zu können. Stellen Sie tiefe Rillen dabei fest, so muss das Teil ausgewechselt werden. Ist dieses nämlich defekt, werden die Bremsbelege in Mitleidenschaft gezogen.
  • Starten Sie nun eine Probefahrt. Achten Sie dabei genau darauf, ob Ihr Fahrzeug „reibende“ Geräusche von sich gibt. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, so können Sie davon ausgehen, dass Ihre Bremsbeläge beschädigt sind.
  • Nachdem Sie den Pkw geparkt haben, sollten Sie die Mende der Bremsflüssigkeit erneut überprüfen. Ist diese merklich gesunken, können Sie davon ausgehen, dass die Belege nicht mehr die gewünschte Stärke aufweisen.

Stellen Sie einen großen Verschleiß fest, ist der Gang zur Werkstatt unumgänglich. Gerade die Bremsen sind einer der wichtigsten Bestandteile des Fahrzeugs. Sind nur die Bremsscheiben betroffen, so verhindern Sie eine Abnutzung der Bremsbeläge, wenn Sie diese rechtzeitig austauschen lassen.

Auch ein regelmäßiger Bremsencheck ist Bestandteil der Autopflege. Somit können Sie einen Verschleiß frühzeitig erkennen und die entsprechenden Teile auswechseln lassen. Dies erhöht auch die Sicherheit beim Fahren.

Motorwäsche und Ölwechsel

Auch der Ölwechsel gehört zur Autopflege. Er sollte einemal jährlich erfolgen.
Auch der Ölwechsel gehört zur Autopflege. Er sollte einemal jährlich erfolgen.

Der Motor gilt als Herzstück eines jeden Kfz. Von dort aus werden die Räder angetrieben und der Wagen lässt sich fortbewegen. Allerdings ist der Motorraum auch viel Dreck und Schmutz ausgesetzt.

Eine Reinigung ist hier also auch sinnvoll, sollte aber mit größter Vorsicht getätigt werden.

Da viel Elektronik im Motorraum vorhanden ist, laufen Sie mit einem Hochdruckreiniger beispielsweise Gefahr, Teile dieser zu beschädigen. Daher ist ein Motorreiniger nur für erfahrene Bastler zu empfehlen, die genau abschätzen können, was sie tun.

Dabei ist zudem zwischen einer äußerlichen und inneren Motorwäsche zu unterscheiden. Letztere findet statt, während dieser läuft. Zunächst wird das alte Öl abgelassen und durch ein Motorreinigungsmittel ersetzt. Nach etwa zehn Minuten im Leerlauf wird das Gemisch wieder entfernt.

Soll der Außenbereich gereinigt werden, kommt meist ein Kaltreiniger zum Einsatz. Vorsicht: Bevor Sie mit der Reinigung anfangen, muss der Motor vollständig abgekühlt sein. Mit einem schonenden Reinigungsmittel können die einzelnen Bereiche dann behandelt werden.

Eine Motorwäsche sollte nur von einem Fachkundigen durchgeführt werden. Durch den hohen Anteil an Elektronik muss mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden. Sind Sie nicht geübt im Umgang mit Motoren, sollten Sie diesen Teil der Autopflege lieber einem Profi überlassen.

Das Motoröl dient dazu, die einzelnen Bestandteile dessen geschmeidig zu halten. Dadurch sollen sich Teile nicht festsetzen können, was zu einer Beschädigung führen würde. Daher sollte ein regelmäßiger Wechsel des Öls vollzogen werden.

Zudem ist alle drei Monate zu prüfen, wie viel Motoröl noch vorhanden ist. Der Wechsel soll laut Herstellerempfehlungen etwa einmal im Jahr durchgeführt werden. Dies kann in Zuge der jährlichen Inspektion erfolgen.

Allerdings können Sie im Zuge einer Autopflege den Ölwechsel auch selbst vornehmen. Dazu ist allerdings eine Grube oder Hebebühne vonnöten, da sie unter das Auto gelangen müssten. Ist dies möglich, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Zunächst sollten Sie das Auto für ungefähr 20 Minuten fahren, damit Sie das Öl aufwärmen und es somit geschmeidiger wird.
  • Begeben Sie den Wagen auf die Hebebühne und positionieren Sie einen Auffangbehälter unter diesem. Nun können Sie das Öl ablaufen lassen.
  • Ist die gesamte Flüssigkeit ausgelaufen, können Sie die Dichtung erneuern und die Ablassschraube wieder festziehen.
  • Nun wird der Filterwechsel vollzogen und ebenfalls mit einer neuen Dichtung versehen.
  • Im nächsten Schritt können Sie das neue Motoröl einfüllen (eine angemessene Mengenangabe ist in der Bedienungsanleitung versehen).
  • Lassen Sie nun den Motor für etwa fünf Minuten laufen, damit sich die Flüssigkeit im Motorraum verteilen kann.
Um die Ölmenge von Ihrem Fahrzeug zu überprüfen, können Sie den Messstab nutzen. Wenn Sie dies in regelmäßigen Abständen durchführen, können Sie bei Bedarf schnell reagieren und laufen nicht Gefahr, dass zu wenig Öl vorhanden ist.

Autopflege: Ist ein Set sinnvoll?

Für eine professionelle Autopflege kann der Kauf eines Sets eine sinnvolle Investition darstellen.
Für eine professionelle Autopflege kann der Kauf eines Sets eine sinnvolle Investition darstellen.

Um ein Profi in der Autopflege zu werden, implizieren viele Werbespots, dass es notwendig ist, sich ein Pflegeset zuzulegen. In diesem sind alle relevanten Produkte enthalten, um den Wagen entsprechend aufzubereiten.

Dabei ist je nach Hersteller eine unterschiedliche Anzahl an Teilen enthalten. Zur Grundausstattung gehören dabei:

  • Politur
  • Autowachs
  • Ein Autoschwamm
  • Mikrofasertücher
  • Felgenpflegemittel

Die Preise variieren je Anbieter. Sind solche Pflegesets sinnvoll? Für Leute, die Ihre Autopflege regelmäßig selbst durchführen, kann es sich hierbei um eine gute Investition handeln, da die Produkte öfter verwendet werden und somit nicht verfallen oder austrocknen können.

Legen Sie sich ein solches Autopflegeset an, sollten Sie allerdings auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Lassen Sie den Wagen meist von einem Profi aufbereiten, so ist ein solch umfangreiches Set mit Hilfsmitteln nicht anzuraten.

Welche Hausmittel helfen bei der Autopflege?

Die Vorschläge für Hausmittel, mit denen ein Pkw gepflegt werden kann sind unzählig: Von Kaffee über Geruchsbäume bis hin zu Vaseline lassen sich viele Produkte finden. Doch welche dieser helfen wirklich, den Wagen sauber zu halten?

Zunächst sei der Staubsauger zu nennen. Dieser eignet sich hervorragend, um den Innenraum von Dreck und Krümeln zu befreien. Die Säuberung der Scheiben kann beispielsweise mit einem einfachen Glasreiniger und Küchenrolle vollzogen werden.

Vaseline
ist tatsächlich nützlich, wenn Sie Lederflächen behandeln wollen. Der Geruchsbaum überdeckt hingegen nur temporär unangenehme Gerüche und ist daher keine verlässliche Lösung, wenn Sie das Fahrzeug von diesen befreien wollen.

Autopflege: Tipps und Tricks zusammengefasst

Für eine Autopflege sind Tipps und Tricks vom Profi eine gute Hilfe, um diese selbstständig durchführen zu können. Im Folgenden sollen nun die wichtigsten noch einmal zusammengefasst werden:

Maßnahmen zur Vorbeugung

  • Vermeiden Sie es, im Fahrzeug zu essen oder zu rauchen.
  • Nutzen Sie Sitzbezüge.
  • Sollten Flüssigkeiten verschüttet werden, wischen Sie diese umgehend auf, damit sich die Feuchtigkeit nicht festsetzen kann.
  • Fußmatten können den Innenbereich schützen und sind leicht zu reinigen.

Maßnahmen zur Autopflege, die Sie selbst durchführen können

  • Regelmäßige Autowäsche
  • Lackaufbereitung (Kratzer sind zeitnah auszubessern, da sonst das Rostrisiko steigt)
  • Innenraumpflege (Aussaugen und Staub entfernen)
  • Lederpflege mit einer geeigneten Politur (damit das Material nicht porös wird)
  • Motorwäsche und Ölwechsel (etwa einmal im Jahr)
  • Reifendruck prüfen und Felgen reinigen
  • Das Fahrzeug auf rostige Stellen untersuchen
  • Bremsen und Beleuchtung testen (erhöht zudem die Verkehrssicherheit)
  • Scheibenwischblätter ersetzen (wenn diese abgenutzt sind)
  • Scheibenwasser und Kühlflüssigkeit bei Bedarf nachfüllen

Checkliste

Damit Sie keinen wichtigen Punkt der Autopflege vergessen, finden Sie im Folgenden eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten. Diese können Sie sich bequem herunterladen, ausdrucken und verwenden.

Autopflege-Checkliste als PDF Autopflege-Checkliste als DOC

Das Auto durch Pflege beim Profi verschönern

In manchen Fällen ist eine Autopflege beim Profi unumgänglich.
In manchen Fällen ist eine Autopflege beim Profi unumgänglich.

Oft fehlt einfach die Zeit, sich intensiv mit einer Autopflege zu beschäftigen bzw. diese selbst auszuführen. Daher bringen viele Kfz-Fahrer das Gefährt in eine Werkstatt und lassen es dort aufbereiten. Dies ist allerdings mit Kosten verbunden.

Dabei gibt es verschiedene Verfahren und Pflegeprogramme, zwischen denen Sie wählen können. Unter dem Oberbegriff “Autoaufbereitung” werden alle kosmetischen Methoden zusammengefasst. Darin sind Innenraum und Außenbereich des Pkw eingeschlossen.

Die Behebung von Schäden ist damit allerdings nicht gemeint, dabei handelt es sich um Reparaturen. Weiterhin ist es möglich einen kompletten Check des Wagens zu veranlassen. Dies ist vor allem vor der Hauptuntersuchung durch den TÜV anzuraten.

Dabei kann ein Verschleiß von wichtigen Fahrzeugteilen erkannt und behoben werden. Generell sollten Sie sich von der Werkstatt immer einen Kostenvoranschlag anfertigen lassen, um nicht von einer hohen Rechnung überrascht zu werden.

Wann ist professionelle Autopflege erforderlich?

Haben sich hartnäckige Gerüche in Ihrem Kfz festgesetzt oder sind tiefe Kratzer entstanden, so reichen Hausmittel und eine eigene Bearbeitung meist nicht mehr aus – eine professionelle Autopflege bzw. Reparatur wird notwendig.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen können und wie hoch die Preise für diese Dienstleistungen im Durchschnitt sind.

Innenraumreinigung mit Ozon

Hat sich in Ihrem Fahrzeug ein Gestank ausgebreitet, der mit den üblichen Mitteln nicht mehr zu vertreiben ist, so sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen. Zur Geruchsbekämpfung hat sich die Ozonbehandlung als zuverlässig herausgestellt.

Bei diesem Verfahren wird das gasförmige Ozon mit Hilfe einer Maschine in den Innenraum des Wagens gegeben. Das dreiatomige Sauerstoffmolekül hat eine keimabtötende und desinfizierende Wirkung. Es reagiert mit den Geruchsmolekülen und kann diese so deaktivieren.

Bei diesem Verfahren wird der Geruch als nicht nur überdeckt, sondern vollständig ausgelöscht. Theoretisch könnten Sie eine entsprechende Maschine auch mieten und die Geruchsbekämpfung selbst ausführen, allerdings ist der Markt überschaubar und die Wartezeiten teils lang.

Wichtig: Bevor unangenehme Gerüche entfernt werden können, muss immer zuerst die Quelle des Gestanks beseitigt werden. Erst dann ist eine Ozonbehandlung sinnvoll und erfolgreich.

Lackkratzer entfernen und Nanoversiegelung

Die perfekte Autopflege bei einem tiefen Lackkratzer kann nur ein Profi leisten.
Die perfekte Autopflege bei einem tiefen Lackkratzer kann nur ein Profi leisten.

Tiefe Lackkratzer, die bis auf die Grundierung reichen, sind meist nur von einem Profi zu beseitigen. Dieser verwendet einen speziellen Lackstift, mit dem die betroffene Stelle aufgefüllt wird.

Danach kann eine Neulackierung erfolgen, wenn die entsprechende Farbe zusammengemischt werden kann.

Um die äußere Lackschicht vor solchen Beschädigungen zu schützen, kann die sogenannte Nanoversiegelung zum Einsatz kommen. Diese wird auch genutzt, um der Bildung von Roststellen entgegenzuwirken und ist daher auch für die Autopflege von Nutzen.

Dabei wird eine Beschichtung aus nanometergroßen Bauteilen auf dem Lack aufgetragen. Diese verbinden sich mit der Oberfläche, sodass ein Schutzfilm entsteht. Dabei werde offene Lackpooren gestopft und Schmutz abgewiesen.

Die Bestandteile sind mechanisch nicht zerstörbar, daher handelt es sich um eine langfristige Investition, die auch das Pflegen des Autos erleichtert, dadurch, dass Dreck nicht mehr an der Oberfläche haften kann.

Bei einer Nanoversiegelung wird eine Schutzschicht über dem Lack gebildet. Diese soll langfristig vor Umwelteinflüssen schützen, Rost vermeiden und Schmutz abweisen.

Smart Repair: Die schnelle und günstige Lösung

Ein Verfahren, dass in den letzten Jahren immer weiter perfektioniert wurde und großen Anklang findet, ist die sogenannte Smart Repair. Dabei handelt es sich um eine schnelle und günstige Variante, um kleinere Schäden in und am Kfz auszubessern.

In der Beseitigung der Schäden wird dabei unterschiedlich vorgegangen. Folgende Techniken werden dabei angewendet:

  • Lackschäden (nur mit kleinen, nicht sehr langen Kratzern möglich): Die zerkratze Stelle wird glattgeschliffen und aufgefüllt. Eine Kameratechnologie kann die Originalfarbe des Lacks entwickeln und leitet dessen Zusammensetzung an ein Computerprogramm weiter. Mit diesem wird der Farbton angemischt und kann anschließend aufgetragen werden. Es handelt sich um eine kosmetische Schadensbehebung, bei der der Kratzer nahezu unsichtbar gemacht wird.
  • Behandlung der Sitzflächen: Risse in den Sitzbezügen sind ab einem bestimmten Alter des Fahrzeugs keine Seltenheit. Rauchen Sie im Auto, kommt zusätzlich das Risiko von Brandlöchern hinzu. Sind solche Schäden erst einmal entstanden, kommt eine Smart-Repair als Form der Autopflege in Betracht.

    Zunächst wird an der betroffenen Stelle ein Flicken aufgebracht. Dieser verhindert, dass ein Loch größer werden kann. Danach wird eine Füllmasse aus Klebstoff und Fasern aufgetragen. Schließlich kommen ein Skalpell und eine Sprühpistole zum Einsatz und sorgen dafür, dass das Brandloch verschwindet.

  • Beschädigungen am Armaturenbrett: Sind Kratzer oder Löcher im Armaturenbrett vorhanden, so muss dieses dank Smart-Repair nicht komplett ausgebaut werden, um diese zu beheben. Eine Füllmasse aus Kunststoff und eine anschließende Spachtelung reichen aus. Im Anschluss wird per Sprühpistole Farbe aufgetragen, sodass von der Reparatur kaum noch etwas zu sehen bleibt.
  • Stoßstangen aus Kunststoff: Diese können per Heißkleber und Gebläse ausgebessert werden. Auch hier ist ein Ausbau deshalb nicht vonnöten. Dadurch sparen Sie eine Menge Geld und Zeit. Um die Stabilität weiterhin zu gewährleisten wird ein Gewebe aus Draht und Metall direkt in den Stoßdämpfer eingeschmolzen.
  • Riss in der Windschutzscheibe: Ein Steinschlag sorgt immer für großen Ärger. Ist die Scheibe erst einmal eingerissen, so besteht die Gefahr, dass die betroffene Stelle immer weiter aufreißt. Per Harz wird die Stelle quasi gestopft. Mit einem UV-Licht kann diese dann ausgehärtet werden, sodass der Kratzer geschlossen wird.
  • Blechschäden durch Dellen: Ein Hagelschaden kann schnell entstehen, wenn das Kfz bei entsprechender Witterung ungeschützt im Freien steht. Die Beulen werden quasi rausgedrückt. Dafür ist Geschichtlichkeit gefragt.

Die Smart Repair bietet also vor allem den Vorteil einer schnellen und kostengünstigen Lösung. Allerdings können nicht alle Schäden mit diesem Verfahren bearbeitet werden. Fragen Sie gegebenenfalls nach, ob diese Form der Ausbesserung bei Ihrem Pkw in Frage kommt.

Müssen Sie Unfallschäden immer reparieren lassen?

Für die Wagenpflege ist es von Vorteil, wenn Sie Unfallschäden zeitnah reparieren lassen.
Für die Wagenpflege ist es von Vorteil, wenn Sie Unfallschäden zeitnah reparieren lassen.

Da es sich meist um eine große Investition handelt, fragen sich viele Fahrzeugbesitzer, wieso sie kleine Kratzer oder Beulen ausbessern lassen sollten. Dies kann aus zwei Gründen Interessant werden:

Zum einen wirkt es sich positiv auf die Fahrzeugbewertung aus, wenn keine Schäden am Wagen vorhanden sind. Zum anderen können diese dazu führen, dass Rost entsteht.

Weiterhin besteht die Gefahr, dass Kratzer oder Beulen sich weiter ausbreiten und irgendwann die Fahrtauglichkeit des Autos beeinflussen. Daher lohnt es sich immer, diese Schäden ausbessern zu lassen.

Nicht behobene Unfallschäden führen immer zu einer Wertminderung des Fahrzeugs und können noch größere Beschädigungen verursachen. Daher sollten Sie diese (wenn finanziell möglich) ausbessern lassen.

Den Pkw zur Pflege beim Profi: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Eine Autoaufbereitung oder Reparatur in einer Werkstatt ist immer mit Kosten verbunden. Je nach Fahrzeugtyp fallen dabei unterschiedlich hohe Summen an. Des Weiteren gibt es verschiedene Pakete der Autopflege, die gebucht werden können.

Am billigsten gestaltet sich dabei wohl noch die Fahrt durch die Waschanlage, die je nach Anbieter für etwa 20 Euro zu haben ist. Smart-Repair-Verfahren sind eine günstige Alternative für Reparaturen, können allerdings nicht bei jedem Schaden angewendet werden.

Eine pauschale Aussage zu den Preisen einer Autopflege oder –reparatur kann daher nicht getroffen werden. Die Höhe der Rechnung ist immer vom Einzelfall abhängig und bemisst sich nach dem Arbeitsaufwand.

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