Motorwäsche: Wie Sie das Herz Ihres Fahrzeugs reinigen können

Wo kann man eine Motorwäsche machen lassen? Viele Werkstätten bieten diesen Service an.

Wo kann man eine Motorwäsche machen lassen? Viele Werkstätten bieten diesen Service an.

Für echte Autoliebhaber ist die Pflege ihres Wagens ein Hobby, für welches viel Zeit investiert wird. Vom Polieren der Scheiben bis hin zu der Entfernung möglicher Lackkratzer wird keine Kleinigkeit außer Acht gelassen und der Pkw auf Hochglanz gebracht.

Während die Außenreinigung von jedermann selbst durchgeführt werden kann, gestaltet sich dies im Innenbereich schon etwas schwieriger. Hartnäckige Gerüche sind beispielsweise nur durch eine Ozonbehandlung beim Profi zu beseitigen.

Den Automotor zu reinigen, stellt die Königsdisziplin in der Autopflege dar. Was ist eine Motorwäsche beim Auto eigentlich genau? Dieser Frage widmet sich der nachfolgende Ratgeber. Sie erfahren außerdem, wann Sie von einem Auto den Motor waschen sollten und in welchen Fällen eine professionelle Motorwäsche unumgänglich erscheint.

Wann ist eine Motorraumwäsche notwendig?

Im Motorraum befinden sich viele elektronische und mechanische Bauteile. Dieses können durchaus als sensibel betrachtet werden, sodass sie, wenn Sie die Motorwäsche machen, kaputt gehen können. Daher raten Experten, die Motorreinigung von innen einem Profi zu überlassen.

Bei neueren Kfz stellt sich generell die Frage, inwiefern eine Säuberung dieses Bestandteils vom Wagen überhaupt einen Sinn ergibt. Bei neueren Modellen sollten diese nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden. Das ist beispielsweise der Fall,:

  • Bei viel Laub und Schmutz,
  • einem stark verölten Motor,
  • wenn sich Maderkot im Motorinnenraum befindet oder
  • wenn sich viel Salz nach einem langen, harten Winter abgelagert hat.
Bei neuen Fahrzeugmodellen ist eine Motorwäsche in der Regel überflüssig und nur in Ausnahmefällen durchzuführen. Der Motorblock ist nämlich schon ab Werk durch Abdichtungen und – deckungen vor Korrosion geschützt.

Wie macht man eine Motorwäsche selbst?

Experten raten davon ab, die Motorwäsche selbst durchzuführen.

Experten raten davon ab, die Motorwäsche selbst durchzuführen.

Wie bereits erwähnt, stellt eine Motorreinigung ein gewisses Risiko dar, wenn Teile der Elektronik in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher raten viele Experten den Gang zu einem Profi an, wenn Sie die Motorwäsche richtig machen wollen.

Entschließen Sie sich dennoch dazu, das Herzstück Ihres Kfz selbstständig zu be­arbeiten, gibt es eine Reihe von Dingen, die Sie unbedingt beachten sollten. Auf die Frage: „Wie mache ich eine Motorwäsche?“, gibt es unterschiedliche Antwortmöglichkeiten.

Entscheidend ist erst einmal, dass Sie einen geeigneten Platz für dieses Vorhaben finden. Denn an der Tankstelle die Motorwäsche zu vollziehen, ist nicht immer möglich. Auch auf Ihrem privaten Grundstück ist dies nicht gestattet.

Per Gesetz ist vorgeschrieben, dass eine Pkw-Motorwäsche nur an einem Ort stattfinden darf, der sich in unmittelbarer Nähe eines Ölabscheiders befindet. Dabei handelt es sich um eine Abwasserbehandlungsanlage, mit deren Hilfe Öle abgeschieden werden können.

Generell sollten Sie den Motor unbedingt abkühlen lassen, bevor Sie ein Motorreinigungsmittel auf das Auto für die Motorwäsche auftragen. Andernfalls riskieren Sie, dass durch die drastische Temperaturveränderung wichtige Teile beschädigt werden. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Sprühen Sie den Motor mit einem speziellen Motorreinigungsmittel ein.
  • Spritzen Sie den Motorraum mit einem Hochdruckreiniger ab (Achtung: Stellen Sie den Strahl auf die niedrigste Stufe ein, sonst können Schäden an der Elektronik entstehen).
  • Wischen Sie anschließend mit einem geeigneten Schwamm über den Motor und trocknen Sie diesen ab.
  • Abschließend sollten Sie eine Motorversiegelung verwenden, um empfindliche Bauteile zu schützen.
Gehen Sie bei sämtlichen Arbeitsschritten mit großer Vorsicht und Sorgfalt vor. Geht bei der Motorwäsche in Eigenregie etwas schief, kann dies gravierende Auswirkungen haben. Im schlimmsten Fall kann der gesamte Motorblock platzen.

Was Sie bei der selbstdurchgeführten Motorwäsche unbedingt vermeiden sollten

Mit einem Motorreinigungsmittel kann der Innenbereich gesäubert werden.

Mit einem Motorreinigungsmittel kann der Innenbereich gesäubert werden.

Da die Folgeschäden bei einer misslungenen Motorwäsche fatal sein können, beschreiben wir nun, welche Hilfsmittel Sie dabei in keinem Fall verwenden sollten und worauf besonders zu achten ist:

Wird die Motorwäsche mit einem Hochdruck­reiniger vollzogen, sollten Sie stets die niedrigste Einstellung für den Strahl wählen. Wird das Wasser mit zu großer Kraft in den Motor gesprüht, können sich wesentliche Teile vom Motorblock ablösen.

Wenn Sie von Ihrem Auto den Motorraum reinigen, empfiehlt es sich nicht, einen Dampfhochdruckreiniger zu nutzen. Bei diesem Gerät bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Elektronik beschädigt und der Motor somit unbrauchbar wird.

Eine Motorwäsche mit Trockeneis ist für den privaten Gebrauch ebenfalls nicht empfehlenswert. Um eine Sachgemäße Benutzung zu garantieren, ist der Gang zu einer Werkstatt vonnöten. Sie können privat auf einen Kaltreiniger zur Motowäsche zurückgreifen.

Motorreinigung von innen

Ein Teil der Motorwäsche ist auch, diesen von innen zu reinigen. Auch hier raten Experten davon ab, diese selbst auszuführen. Entscheiden Sie sich dennoch dazu, müssen Sie zunächst das Altöl ablassen. Bedenken Sie, dass auch hierfür ein Ölabscheider in der Nähe sein muss.

Der gesamte Vorgang findet bei eingeschaltetem Motor statt. Ist das Öl abgelassen, wird ein Motorreinigungsmittel in diesen gegossen. Lassen Sie den Motor nun für etwa zehn Minuten im Leerlauf arbeiten.

Abschließend muss das Gemisch wieder entfernt werden. Auch hier müssen Sie die Entsorgung beachten, da Sie die Flüssigkeit nicht einfach irgendwo wegkippen können. Damit würden Sie erheblich zur Umweltverschmutzung beitragen.

Die Kosten für eine Motorwäsche reduzieren sich erheblich, wenn Sie diese selbst durchführen. Allerdings ist hier das Risiko hoch, wesentliche Teile zu beschädigen. Müssen Sie am Ende einen neuen Motor kaufen, weil der alte nicht mehr funktioniert, steigt der Preis in die Höhe.

Den Motor vom Profi reinigen lassen

Eine professionelle Motorwäsche kostet zwischen 20 und 60 Euro.

Eine professionelle Motorwäsche kostet zwischen 20 und 60 Euro.

Aufgrund der hohen Gefahr, dass bei einer Motorwäsche in Eigenregie ein Defekt verursacht werden könnte, sollte diese nur von Kfz-Kennern durchgeführt werden. Sind Sie nicht sicher, wie eine Motorreinigung richtig gemacht wird, ist der Gang zum Profi unumgänglich.

Diese Dienstleistung wird von nahezu jeder Werkstatt angeboten. Der Wagen wird dabei meist auf eine Hebebühne gefahren und anschließend wird der Motor von oben und unten gereinigt. Auch die Innenreinigung ist inbegriffen.

Zum Abschluss der Behandlung wird der Motorraum mit Pressluft getrocknet und ein spezielles Mittel eingesprüht, welches diesen Bereich des Autos vor Korrosionen schützen soll.

In den letzten Jahren arbeiten immer mehr Werkstätten mit Trockeneis zur Motorwäsche. Dieses wird dann im Hochdruckverfahren anstelle von Wasser verwendet und sorgt so für eine schonende Reinigung des Motors.

Was kostet eine Motorwäsche?

Wie bei jeder anderen Dienstleistung, ist auch bei einer Motorwäsche der Preis maßgeblich vom Anbieter abhängig und kann variieren. Zudem können Sie verschiedene Pflegeprogramme wählen, die bei einer Motorreinigung unterschiedliche Kosten verursachen.

In der Regel sollten Sie von einem Preis für die Motorwäsche zwischen 20 und 60 Euro ausgehen. In einigen Werkstätten kann diese auch in den Kosten für eine umfassende Autoaufbereitung mit inbegriffen sein.

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