Sie wollen ein Auto verkaufen? – So gehen Sie vor

Der Autoverkauf erfolgt in Deutschland oft von privat an privat.
Der Autoverkauf erfolgt in Deutschland oft von privat an privat.

Jährlich werden in Deutschland dutzende Fahrzeuge um- oder neu angemeldet. Damit einher geht ein großer Markt zum Autoverkauf. Dabei treten nicht mehr nur Autohändler oder große Autohäuser als Verkäufer in Erscheinung, auch der private Autohandel nimmt stetig zu.

Dabei muss ein Verkauf vom Auto gut geplant sein, damit ein möglichst hoher Preis erzielt werden kann.

Der folgende Ratgeber beantwortet die Frage „Wie verkaufe ich mein Auto?“ und gibt wertvolle Tipps, wann und wo das Auto-Verkaufen in Deutschland lohnt und was es beim Kaufvertrag zu beachten gilt.

Bevor Sie ein Auto verkaufen – die Fahrzeugbewertung

Bevor Sie alte Autos verkaufen, sollten Sie den Wert des Wagens ermitteln lassen. Bei einer Autobewertung werden alle relevanten Teile des Kfz untersucht und auf ihren Zustand geprüft. Dazu haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die allerdings Kosten verursachen können.

Möchten Sie kostenlos den Wert Ihres Fahrzeugs ermitteln, bieten sich Autobörsen online an. In den gängigen Portalen können Sie nach Autos Ausschau halten, die in einem ähnlichen Zustand wie Ihres sind und sich in Modell und Typ ähneln und die Angebote vergleichen.

Doch Vorsicht: Diese Preise können zwar als eine erste Orientierung dienen, einen genauen Wert geben Sie allerdings nicht an. Sie müssen immer bedenken, dass es sich bei den meisten Leuten, die solche Anzeigen erstellen, um Laien handelt.

Daher können die Autopreise stark schwanken und teilweise zu hoch oder aber zu niedrig angesetzt sein. Einige Anbieter rechnen Ihnen online kostenlos den Fahrzeugwert aus. Doch auch in diesen Berechnungen können nicht alle Besonderheiten (zum Beispiel wertsteigernde Accessoires wie Ledersitze etc.) berücksichtigt werden.

Um einen ersten Überblick über die Preise auf dem Automarkt zu erhalten, empfiehlt es sich, auf gängigen Online-Autobörsen zu recherchieren, bevor Sie Ihr Auto verkaufen.

Schwacke-Liste und DAT

Bevor Sie ein Auto verkaufen, ist eine Fahrzeugbewertung sinnvoll.
Bevor Sie ein Auto verkaufen, ist eine Fahrzeugbewertung sinnvoll.

Die Deutsche Automobiltreuhand (DAT) ist ein Marktforschungsunternehmen im Automobilsektor und wertet ca. 70.000 Ein- und Verkaufspreise von Fahrzeugen aus. Auf Grundlage dieser Analyse wird dann eine Fahrzeugbewertung für verschiedene Modelle vorgenommen.

Diese Bewertung kann auf der Internetpräsenz der DAT erfolgen und ist für den Nutzer kostenlos.

Allerdings handelt es sich um statistische Auswertungen, die keine individuellen Faktoren berücksichtigen und somit eher einen Durchschnittswert angeben.

Seit 1957 existiert die sogenannte Schwacke-Liste und bildet heute einen wichtigen Faktor in der Fahrzeugbewertung. Im Unternehmen sind rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, die Angebot und Nachfrage auf dem Fahrzeugmarkt untersuchen. Die Daten werden aus der Tages- und Fachpresse sowie dem Autohandel und dem Internet gewonnen.

Dadurch kommt ein monatliches Volumen von etwa 700.000 Anzeigen zusammen. Um auch die Lage auf dem Markt auswerten zu können, werden zusätzlich statistische Daten zu Neuzulassungen oder auch Bestandszahlen erfasst.

Diese Informationen werden in eine Datenbank eingetragen und von einem Computerprogramm ausgewertet. Zusätzlich werden die ausgegebenen Werte mit der Realität abgeglichen, um beispielsweise auch regionale Unterschiede zu berücksichtigen.

Durch sogenannte Korrekturtabellen sollen die individuellen Fahrzeugdaten berücksichtigt werden. Dabei spielen vor allem die Laufleistung, der Termin der Erstzulassung oder die Fahrzeugausstattung eine Rolle. War die Schwacke-Liste in ihren Anfängen noch nur für Händler bestimmt, ist sie seit den 90er Jahren auch online verfügbar.

So können nun auch Privatpersonen eine Fahrzeugbewertung durch Schwacke durchführen lassen, wenn sie ihr altes Auto loswerden wollen. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der DAT oder anderen Bewertungssystemen online. Die Daten werden eingetragen und auf Grundlage derer wird der Wert des Fahrzeugs berechnet.

Neben dieser Bewertung, bietet Schwacke noch weitere Dienste an. So können Sie zum Beispiel eine Restwertprognose für Ihren Neuwagen berechnen lassen oder mit einer Stichtagsbewertung erfahren, wie viel Ihr Wagen an einem bestimmten Datum wert war.

Wenn Sie Autos verkaufen, die Sie vorher durch Schwacke bewerten lassen, müssen Sie bedenken, dass für diesen Service eine Gebühr von 7,90 Euro anfällt.

Das Wertgutachten eines Kfz-Sachverständigen

Vor einem Autoverkauf ist es hilfreich, ein Wertgutachten anfertigen zu lassen.
Vor einem Autoverkauf ist es hilfreich, ein Wertgutachten anfertigen zu lassen.

Die Schwacke-Liste kann also einen möglichst realitätsgetreuen Wert für Ihr Auto, das Sie verkaufen wollen, angeben. Allerdings ist auch hier zu bedenken, dass die Bewertung nicht zu 100 Prozent auf Ihr Fahrzeug zugeschnitten ist und somit nicht alle Individualitäten berücksichtigt werden.

Um den genauen Autowert zu bestimmen, muss ein Wertgutachten durch einen Kfz-Sachverständigen angefertigt werden.

Dieser Service wird von der DEKRA oder dem TÜV angeboten. Auch Privatpersonen verdienen durch Autogutachten ihr Geld. Wichtig ist immer, dass es sich um einen „öffentlich bestellten und vereidigten Kfz-Sachverständigen“ handelt.

Dieser wird eine umfassende Untersuchung Ihres Kfz vornehmen und im Anschluss ein detailliertes Gutachten erstellen. Folgende Punkte werden dabei berücksichtigt:

  • Fahrzeugart und Typ bzw. Modell
  • Hersteller
  • Datum der Erstzulassung
  • Anzahl der Sitzplätze und Türen
  • Hubraum und Leistung
  • Kilometerstand (abgelesen und geschätzt), Motor- Kraftstoffart und Schadstoffklasse
  • Anzahl der Vorbesitzer
  • Termin bis zur nächsten Hauptuntersuchung (HU)
  • Farbe und Lackierung
  • Leergewicht und zulässiges Gesamtgewicht
  • Zustand und Art der Bereifung
  • Anzahl der Achsen
  • Serienausstattung und mögliche Extras (Klimaanlage, Ledersitze etc.)
  • Vollständigkeit der Fahrzeugunterlagen (Bedienungsanleitung etc.)
  • Handelt es sich um ein beschädigtes Kfz, werden zusätzlich die zu erwartenden Reparaturkosten berechnet
  • Gutachterliche Stellungnahme (Allgemeinzustand, Lackschichtdickenmessung/-prüfung, Fahrzeugidentifizierung, Besichtigungsbedingungen, Probefahrt, Probelauf, Verkehrssicherheit, werterhaltende-/werterhöhende Reparaturen, reparierte Vorschäden, Besonderes/Sonstiges)

Mit diesem Gutachten haben Sie eine zuverlässige Quelle über den Fahrzeugwert. Des Weiteren kann es als Grundlage für die Verhandlungen beim Autoverkauf genutzt werden. Allerdings ist dieser Service mit hohen Kosten verbunden.

Daher empfiehlt sich ein Wertgutachten in der Regel nur, wenn ein hoher Restwert des Kfz zu erwarten ist. Am günstigsten wird es, wenn das Gutachten während der HU erstellt wird. Sie zahlen in diesem Fall 50 Euro extra.

Andernfalls berechnet der TÜV 125 Euro. Soll die Fahrzeugbewertung am Fahrzeugstandort durchgeführt werden, fallen Kosten in Höhe von 150 Euro an. Die DEKRA bietet diesen Service nicht an, ein Gutachten kann nur in einer Niederlassung für 142,21 Euro angefertigt werden.

Einen selbstständigen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen ist mit Kosten um 180 Euro verbunden, allerdings wird die Autobewertung in diesem Fall direkt am Fahrzeugstandort durchgeführt.

Autoverkauf – verschiedene Methoden

Bei einem Auto kann der Verkauf an einen Händler oder von privat an privat erfolgen.
Bei einem Auto kann der Verkauf an einen Händler oder von privat an privat erfolgen.

Haben Sie nun eine Preisvorstellung, kann das Verkaufen vom Auto in Angriff genommen werden. Dazu gibt es unterschiedliche Modelle, wie Sie das Auto verkaufen können. Vom Privatverkauf bis zur Inzahlunggabe und Verrechnung mit einem Neuwagen sind alle Optionen denkbar.

Dabei kommt es auch darauf an, ob Sie das Auto schnell verkaufen müssen oder ob Sie sich damit Zeit lassen können. Die Jahreszeit kann entscheidend sein, wenn Sie ein altes Auto verkaufen möchten.

So wird sich ein Cabrio beispielsweise im Sommer besser veräußern lassen als im Winter. Wann Sie Ihr Auto verkaufen kann also ein entscheidender Faktor sein. Auch regional kann die Nachfrage stark variieren.

So wird sich ein VW-Golf in Wolfsburg beispielsweise schlechter verkaufen lassen als anderswo. Das Angebot in der Autostadt ist einfach zu hoch, um einen guten Preis zu erzielen.

Wie bereits erwähnt, bietet der Autoverkauf in Deutschland verschiedene Möglichkeiten. So können Sie das Auto privat verkaufen oder an einen Händler. Worauf Sie dabei achten müssen, sowie die Vor- und Nachteile, lesen Sie im Folgenden.

Auto online privat verkaufen

Soll der Autoverkauf privat vorgenommen werden, stellt sich schnell die Frage: „Wie verkaufe ich ein Auto?“. In den letzten Jahren hat der private Autohandel einen Wandel vollzogen. Wurden früher noch Anzeigen in der Zeitung geschaltet oder Zettel an das zu veräußernde Kfz geklebt, ist es heute üblich, online ein Auto zu verkaufen.

Dafür existieren unzählige Autobörsen im Internet. Bei diesen kann die Anzeige meist kostenlos geschaltet werden. Dazu müssen Sie alle relevanten Daten des Fahrzeugs hinterlassen und eine Kontaktinformation für mögliche Interessenten hinterlegen.

Der Kontakt kann sowohl über das Telefon als auch über E-Mails stattfinden. Die Einstellungen können Sie Ihren Wünschen entsprechend vornehmen. Versuchen Sie das Fahrzeug möglichst genau und wahrheitsgemäß zu beschreiben.

Um Ihre Annonce optisch zu unterstützen, sollten Sie hochwertige Fotos erstellen. Dabei empfiehlt es sich, vorab eine Autoaufbereitung vorzunehmen. Der erste Eindruck ist bei einer Online-Anzeige oft entscheidend, sodass sich eine gründliche Innen- und Außenreinigung des Fahrzeugs in jedem Fall lohnt.

Um möglichst viele potenzielle Interessenten anzusprechen, sollten Sie die Anzeige auf verschiedenen Portalen schalten. Dadurch kann eine größere Reichweite erzielt werden.

Wenn Sie privat Ihr Altauto verkaufen möchten, sollte Ihnen klar sein, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Besichtigung und Probefahrt zum Autoverkauf

Wenn Sie Ihr altes Auto verkaufen, ist eine Probefahrt meist unerlässlich.
Wenn Sie Ihr altes Auto verkaufen, ist eine Probefahrt meist unerlässlich.

Stößt Ihr Inserat auf Interesse, werden potenzielle Käufer Sie kontaktieren und gegebenenfalls weitere Details zum Wagen erfragen. Entsprechen diese Angaben den Vorstellungen des Interessenten, wird in der Regel ein Termin zur Besichtigung vereinbart.

Es empfiehlt sich, zu diesem Termin alle relevanten Unterlagen bereit zu halten, sodass Sie diese bei Bedarf vorzeigen können.

Findet dann ein Treffen statt, wird meist eine Probefahrt verlangt. Diese sollte dem potenziellen Käufer ermöglicht werden. Dabei müssen folgende Punkte beachtet werden:

  • Ist das Kfz bereits abgemeldet, müssen zwei Kurzzeitkennzeichen angebracht werden, bevor es gefahren werden darf.
  • Bevor der Interessent selbst die Probefahrt antritt, lassen Sie sich dessen Führerschein zeigen.
  • Wird die Fahrt ohne Ihr Beisein durchgeführt, lassen Sie sich einen Pfand aushändigen, um nicht Gefahr zu laufen, dass der Wagen geklaut wird.
  • Macht der Interessierte keinen guten Eindruck auf Sie, müssen Sie der Fahrt zur Probe nicht zustimmen.

Wird das Auto zum Verkauf für gut befunden, starten in einem nächsten Schritt die Preisverhandlungen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie sich vorab eine Schmerzgrenze setzen, unter der Sie den Wagen nicht veräußern möchten.

Lassen Sie sich also nicht auf einen Preis ein, der nicht Ihren Vorstellungen entspricht. Es liegt in der Natur der Sache, dass beim Autoverkauf gehandelt wird. Daher sollten Sie vorab den Preis etwas höher ansetzen, damit ein gewisser Verhandlungsspielraum besteht.

Bedenken Sie: Macht ein Käufer einen unseriösen Eindruck auf Sie, so sind Sie nicht verpflichtet, das Auto zu verkaufen. Sie können die Verhandlungen jederzeit abbrechen.

Das Auto richtig verkaufen – was Sie beim privaten Autoverkauf beachten sollten

Sind die Preisverhandlungen allerdings erfolgreich und macht auch der Interessent einen guten Eindruck, steht einem Verkauf vom Auto nichts mehr im Wege. Dazu muss ein Kaufvertrag aufgesetzt werden.

Ist dieser Vollständig ausgefüllt und die Summe bezahlt, erfolgt die Übergabe des Fahrzeugs und der Papiere. Folgende sind dabei auszuhändigen:

  • Sämtliche Autoschlüssel,
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein),
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief),
  • Bericht der letzten Hauptuntersuchung und eventuelle Reparationsbelege,
  • Inspektions-Scheckheft (falls vorhanden) und
  • die Bedienungsanleitung.

Wichtig: Händigen Sie diese Unterlagen erst aus, nachdem Sie den vollen Kaufpreis erhalten haben. Als Zahlungsart ist eine Barzahlung empfehlenswert.

Was muss man beim Autoverkauf eines Unfallwagens beachten?

Die Bezeichnung „Unfallfahrzeug“ trifft auf alle Fahrzeuge zu, die in einen Verkehrsunfall verwickelt waren und einen Schaden über 200 Euro davongetragen haben. Wenn Sie solch ein Auto verkaufen, ist es wichtig, dass Sie den Unfallschaden offen kommunizieren.

Andernfalls kann es sich um eine arglistige Täuschung Ihrerseits handeln und der Kaufvertrag wird juristisch anfechtbar. Im schlimmsten Fall müssen Sie das Fahrzeug dann zurücknehmen und den vollen Kaufpreis erstatten.

Fahrzeug an einen Händler verkaufen

Der Autoverkauf an einen Händler ist meist schneller als ein Privatverkauf erledigt.
Der Autoverkauf an einen Händler ist meist schneller als ein Privatverkauf erledigt.

Wie beschrieben, kann es sehr zeitaufwendig werden, ein Auto privat zu verkaufen. Die Veräußerung an einen Händler kann deutlich schneller von Statten gehen.

Dafür müssen Sie in Kauf nehmen, dass bei dieser Methode meist ein geringerer Gewinn erzielt wird. Gerade wenn Sie schnell das Auto verkaufen möchten, kann der Händlerverkauf eine gute Option bieten.

Einige werben mit Visitenkarten, die an potenziellen Kaufobjekten hinterlassen werden. Solche Händler sind meist über eine Handynummer unkompliziert zu kontaktieren.

Ein Termin zur Besichtigung kann in kurzer Zeit vereinbart werden. Wird eine Einigung über den Kaufpreis erzielt, kann der Verkauf in wenigen Minuten erfolgen.

Verkaufen Sie Ihr altes Auto, weil Sie einen Neuwagen erstehen möchten, können Sie bei den meisten Autohäusern oder Händlern den alten Wagen in Zahlung geben. Der Wert des Fahrzeugs wird dann vom Kaufpreis abgezogen.

Ein weiterer Vorteil bei einem Händlerverkauf ist, dass dieser in der Regel alle Formalien für Sie erledigen wird. Darin inbegriffen ist zum Beispiel die Ummeldung des Fahrzeugs. Der Kaufvertrag wird meist ebenfalls vom Autohändler aufgesetzt.

Gut zu wissen: In Deutschland erfolgen laut einer Statistik vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) jährlich rund sieben Millionen Halterwechsel. Davon werden 90 Prozent der Fahrzeuge von privat an privat verkauft.

Autoverkauf privat oder an einen Händler – die Vor- und Nachteile

Nun stellt sich die Frage „Wo am besten das Auto verkaufen?“ – die Möglichkeiten beschränken sich im Wesentlichen auf den Verkauf an einen Händler oder den Privatverkauf. Im Folgenden werden für beide Varianten die Vor- und Nachteile aufgelistet:

Das Auto an einen Händler verkaufen

Vorteile

  • Eine schnelle Kaufabwicklung ist möglich.
  • Sie müssen sich nicht um die Formalitäten kümmern.
  • Einige Händler hinterlassen Visitenkarten und kommen direkt zum Fahrzeugstandort.

Nachteile

  • Sie erzielen in der Regel einen geringeren Gewinn.
  • Sie müssen die Händler meist selbst kontaktieren.

Autoverkauf von privat an privat

Vorteile

  • Die Anzeige kann auf vielen Internetseiten kostenlos inseriert werden.
  • Sie können sich den Käufer des Fahrzeugs selbst aussuchen.
  • Bei dieser Methode werden in der Regel höhere Gewinne erzielt.

Nachteile

  • Diese Methode ist sehr zeitaufwendig.
  • Sie müssen sich um alles selbst kümmern.
Für welche Variante Sie sich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Wägen Sie vorher genau ab, was für Sie persönlich die bessere Methode darstellt.

Wie verkauft man ein Auto ohne TÜV?

Wie verkaufe ich mein Auto ohne TÜV?
Wie verkaufe ich mein Auto ohne TÜV?

Hat ein Fahrzeug ein gewisses Alter erreicht, muss abgewogen werden, ob es sich noch lohnt, dieses zur Hauptuntersuchung vorzustellen. Sind eventuelle Reparaturkosten zu hoch, fällt oft die Entscheidung, keine HU mehr durchführen zu lassen.

Dann stellt sich die Frage: „Was muss ich beim Autoverkauf ohne TÜV beachten?“

Generell läuft die Veräußerung des Kfz nach dem gleichen Muster ab wie bei einem Fahrzeug mit gültiger HU. Wobei in einem solchen Fall meist eher ein Händler als potenzieller Käufer in Betracht kommt.

Ihnen sollte allerdings klar sein, dass Sie beim Verkauf eines Fahrzeugs ohne TÜV keine hohen Summen erzielen können. Eine weitere Hürde kommt durch eine gesetzliche Regelung hinzu: Seit dem 1. April 2015 können gültige Kurzzeitkennzeichen nur für Fahrzeuge erworben werden, die die TÜV-Plakette besitzen.

Dadurch wird eine eventuelle Überführung des Wagens erheblich erschwert. Der Käufer müsste das Kfz dann mit einem Anhänger abtransportieren.

Auto verkaufen ohne Fahrzeugbrief – ist das möglich?

Ein Auto ohne Fahrzeugbrief zu verkaufen ist in Deutschland nicht möglich. Sie müssen den Verlust bei der Zulassungsstelle melden und neue Papiere beantragen. Erst wenn diese vorliegen kann das Auto zum Verkauf angeboten werden.

Wo kann ich mein Auto mit Motorschaden verkaufen?

Liegt ein Motorschaden vor, ist oftmals von einem „wirtschaftlichen Totalschaden“ die Rede. Das heißt, dass die Reparaturkosten den Restwert Ihres Fahrzeugs übersteigen würden. Eine Schadensbehebung macht also aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie den Wagen verschrotten müssen. Auch für Kfz mit Motorschaden besteht ein Markt in Deutschland. Der Verkauf gestaltet sich hier nur deutlich schwieriger und Sie müssen im Zweifelsfall längere Zeit auf ein passendes Angebot warten.

Einige Autohändler und Bastler sind auf den Kauf kaputter Autos spezialisiert und verwenden die Altautos, um Ersatzteile für andere Kfz auszubauen. Solche Anbieter sind über das Internet zu finden. Zeitgleich können Sie das Fahrzeug auch auf den gängigen Online-Börsen inserieren.

Machen Sie dabei allerdings deutlich, dass ein Motorschaden vorliegt und der Wagen nicht mehr fahrtüchtig ist.

Ein Auto mit Motorschaden zu verkaufen erfordert mitunter viel Geduld. Allerdings gibt es auch Händler und Bastler, die sich auf den Ankauf solcher Fahrzeuge spezialisiert haben und bereit sind, eine geringe Summe dafür zu zahlen.

Kann ich jetzt ein Auto mit Finanzierung verkaufen?

Auch der Verkauf vom Auto mit Finanzierung ist möglich.
Auch der Verkauf vom Auto mit Finanzierung ist möglich.

Heutzutage kann fast jeder Kauf finanziert werden – von Möbelstücken bis zu Kraftfahrzeugen, den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Eine Finanzierung meint, dass der Kaufpreis in monatlichen Raten abbezahlt wird. Für Menschen, die sich auf einmal eine große Investition nicht leisten können, ist dies ein beliebtes Modell.

Doch kann ein Fahrzeug während einer laufenden Finanzierung verkauft werden? Grundsätzlich ist dies möglich, es gibt zwei verschiedene Varianten: Das finanzierte Auto bei einem Autohaus in Zahlung geben und mit einem neuen Wagen verrechnen lassen oder der Verkauf des Autos mit Finanzierung.

Letzteres ist allerdings nur möglich, wenn die Finanzierung über Ihre Bank läuft. Läuft ein Leasingvertrag mit einem Autohaus, so kann das Fahrzeug nur mit dessen Zustimmung verkauft und der Leasingvertrag vom Käufer übernommen werden.

Sie müssen Kontakt zu Ihrer Bank aufnehmen und in Erfahrung bringen, wie viel Sie dieser noch schulden. Danach muss das Einverständnis des Kreditinstituts eingeholt werden, damit ein Verkauf realisiert werden kann.

Sind diese Formalitäten geklärt, können Sie das Auto ganz normal verkaufen. Machen Sie in Ihrer Anzeige deutlich, dass es sich um ein Kfz mit Finanzierung handelt.

Übrigens: In Deutschland ist es auch möglich, einen Lkw zu verkaufen. Auch dafür existiert im Internet ein Markt.

Oldtimer verkaufen

Ab einem gewissen Alter wirkt sich dieser Faktor wertsteigernd auf ein Fahrzeug aus. Es kann dann als Oldtimer eingestuft werden. Dabei handelt es sich laut § 2 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) um „Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen“.

Um einen Wagen als Oldie zu klassifizieren muss seit März 2007 ein Gutachten vorliegen. § 23 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) definiert den Umfang dessen:

Zur Einstufung eines Fahrzeugs als Oldtimer im Sinne des § 2 Nummer 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung ist ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers oder Prüfingenieurs erforderlich. Die Begutachtung ist nach einer im Verkehrsblatt nach Zustimmung der zuständigen obersten Landesbehörden bekannt gemachten Richtlinie durchzuführen und das Gutachten nach einem in der Richtlinie festgelegten Muster auszufertigen. Im Rahmen der Begutachtung ist auch eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung nach § 29 durchzuführen, es sei denn, dass mit der Begutachtung gleichzeitig ein Gutachten nach § 21 erstellt wird. Für das Erteilen der Prüfplakette gilt § 29 Absatz 3.

Kraftfahrzeuge, die diese Anforderungen erfüllen, erwecken meist bei Sammlern ein großes Interesse. Entsprechend hoch sind auch die Summen, die für Oldtimer bezahlt werden. Der Verkauf läuft dabei ähnlich ab wie bei einem normalen Pkw.

Bei einem Oldie ist es besonders ratsam, dessen Wert bestimmen zu lassen. Ein Oldtimergutachten kann hierzu wertvolle Informationen liefern. Das Fahrzeug wird dabei mit Zustandsnoten von eins bis fünf bewertet. Diese haben folgende Bedeutung:

  • Note 1: Ein Fahrzeug, welches optisch und technisch keine Mängel aufweist und dem Zustand der Erstauslieferung entspricht.
  • Note 2: Leichte Gebrauchsspuren sind zu erkennen, aber das Kfz ist optisch und technisch weitgehend im Originalzustand und fahrbereit.
  • Note 3: Diese Oldies sind fahrtauglich und verkehrssicher. weisen aber Gebrauchsspuren und leichte Mängel auf. Auch Rostspuren sind möglich.
  • Note 4: Das Kfz kann zwar gefahren werden, ist aber stark reparaturbedürftig. Die Teile sind zwar erhalten, aber Mängel und Durchrostungen sind ebenfalls erkennbar.
  • Note 5: Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich meist nur noch um sogenannte “Ersatzteillager”. Nicht alle Baugruppen sind vorhanden, Mängel und Rost sind deutlich erkennbar. Fahrtauglichkeit besteht nicht.
Je besser die Zustandsnoten, desto höhere Preise können erzielt werden, wenn Sie ein Oldtimer-Auto verkaufen.

Kaufvertrag beim Autoverkauf – was Sie beachten müssen

Um ein Auto zu verkaufen, ist ein Kaufvertrag unerlässlich.
Um ein Auto zu verkaufen, ist ein Kaufvertrag unerlässlich.

Egal mit welcher Methode Sie ein Auto verkaufen, am Ende der Preisverhandlungen steht immer das Aufsetzen und Unterzeichnen des Kaufvertrags.

Folgende Angaben sollten in diesem auf jeden Fall enthalten sein:

  • Name und Anschrift beider Vertragspartner (gleichen Sie die Angaben des Käufers mit dessen Personalausweis ab)
  • Eine Beschreibung des Fahrzeugs und eine Liste bestehender Mängel
  • Der Gesamtpreis
  • Die vereinbarte Zahlungsmethode

Um sich vor Betrügern zu schützen, ist es immer ratsam, eine Barzahlung zu vereinbaren. Die Fahrzeugpapiere und Autoschlüssel sollten Sie immer erst dann aushändigen, wenn Sie die volle Summe erhalten haben.

Denken Sie daran, alle Mängel am Kfz zu benennen und gegebenenfalls im Kaufvertrag zu vermerken. Verschweigen Sie diese, ist der Vertrag juristisch anfechtbar.

Die Gewährleistung

Handelt es sich um einen Autoverkauf von privat an privat, ist es üblich eine Klausel zum Gewährleistungsausschluss in den Vertrag zu integrieren. Damit verhindern Sie, dass Sie zwei Jahre lang für Mängel am Fahrzeug haften.

Eine häufig genutzte Formulierung dafür ist zum Beispiel „gekauft wie gesehen“. Allerdings sind nur Mängel inbegriffen, die nach dem Verkauf auftreten. Waren diese vorher schon vorhanden, so nützt Ihnen auch diese Klausel nichts.

Paragraph 444 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) verpflichtet Sie nämlich dazu, den Käufer über alle vorhandenen Mängel vollumfänglich zu unterrichten:

Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

Haben Sie eine Beschädigung arglistig verschwiegen, kann der Vertrag für nichtig erklärt werden. In diesem Fall müssten Sie das Auto zurücknehmen und den vollen Kaufpreis erstatten.

Auto verkaufen – Tipps und Tricks

In der folgenden Übersicht finden Sie nützliche Autoverkauf-Tipps, damit bei der Veräußerung Ihres alten Kfz nichts mehr schief gehen kann:

  • Wägen Sie ab, ob Sie den Wagen privat oder an einen Händler veräußern wollen.
  • Eine Fahrzeugbewertung online durch Schwacke oder ein Wertgutachten sind sinnvoll, wenn Sie einen geeigneten Preis für Ihr Kfz festlegen wollen.
  • Inserieren Sie das Fahrzeug auf verschiedene Portalen, um eine größere Reichweite zu erzielen.
  • Reinigen Sie das Kfz gründlich und machen Sie qualitativ hochwertige Fotos. Der erste optische Eindruck ist entscheidend.
  • Der Zustand des Fahrzeugs muss so detailreich wie möglich beschrieben werden. Alle Angaben sollten der Wahrheit entsprechen.
  • Mängel dürfen nicht verschwiegen werden. Außerdem muss angegeben werden, ob es sich um einen Unfallwagen handelt.
  • Lassen Sie sich vor einer Probefahrt unbedingt den Führerschein des Probefahrers zeigen.
  • Vereinbaren Sie eine Zahlung in bar.
  • Schlüssel und Papiere sollten Sie erst aushändigen, sobald Sie den vollen Kaufpreis erhalten haben.
  • Bei einem Privatverkauf sollten Sie eine Klausel zum Gewährleistungsausschluss in den Kaufvertrag integrieren.
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