Motorrad kaufen – Tipps für den Kauf des perfekten Zweirads

Wenn Sie ein Motorrad kaufen, ist vieles zu beachten.

Wenn Sie ein Motorrad kaufen, ist vieles zu beachten.

Das Motorrad ist für echte Zweirad-Fans zugleich Hobby, Leidenschaft, Lebenseinstellung und ein Stück Freiheit.

Wer ein Motorrad kaufen möchte, sucht daher nicht nur irgendein Fortbewegungsmittel. Das Kraftrad sollte immer auch zum Fahrer passen und dient häufig auch der Selbstdarstellung.

Außerdem geht der Motorradkauf häufig mit einer größeren Investitionssumme einher. Er sollte daher gut durchdacht und geplant sein.

Welche Arten von Motorrädern gibt es? Was ist zu beachten, wenn Sie ein Motorrad neu oder gebraucht kaufen möchten? Wo können Sie ein Cross-Motorrad kaufen? Was ist wichtig, wenn Sie ein Unfall-Motorrad kaufen?

Diese und weitere Fragen werden im folgenden Ratgeber beantwortet, damit Sie gut informiert das Unternehmen „Motorradkauf“ angehen können.

Motorräder kaufen – Wichtige Grundlagen

Bevor Sie Motorräder kaufen, sollten Sie sich umfassend informieren.

Bevor Sie Motorräder kaufen, sollten Sie sich umfassend informieren.

Egal, ob Sie planen, ein neues oder ein gebrauchtes Motorrad zu kaufen: Überstürzen Sie Ihre Entscheidung nicht. Informieren Sie sich im Vorhinein eingehend über Preis, Marke, Zubehör und die Lage am Motorradmarkt. Hier gelten also grundsätzlich die gleichen Regeln wie beim Autokauf.

Meist es ist am günstigsten, wenn Sie im Herbst oder Winter auf die Suche nach einem neuen Zweirad gehen. Im Frühjahr, kurz bevor die Saison beginnt, schnellen die Preise nämlich in die Höhe.

Zu den beliebtesten Marken von Motorradherstellern gehören unter anderem BMW, Suzuki, Yamaha, Kawasaki, KTM, Ducati, Honda und Harley Davidson.
Wer einen Motoroller kaufen möchte – ob neu oder gebraucht – setzt häufig auf die Hersteller Honda, Kymco, Peugeot, Aprilia, oder Piaggio.

Welche Art von Motorrad möchten Sie kaufen?

Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen, welche Art von Kraftrad für Sie in Frage kommt. Möchten Sie nur günstig kurze Strecken zurücklegen, könnten Sie auch darüber nachdenken, einen Motorroller neu zu kaufen. Junge Fahrer, die noch vor dem achtzehnten Lebensjahr mobil sein möchten, setzen auch häufig darauf, ein Moped/Mokick zu kaufen.

Weit verbreitet sind die Straßenmotorräder. Hierzu gehören die sogenannten Allrounder, Chopper, Cruiser, Tourer und Reisemotorräder. Diese können Sie bequem im Alltagsbetrieb nutzen und auch weitere Strecken ohne Unannehmlichkeiten zurücklegen.

Wer sich für den Motorsport begeistert, kann ein Rennmotorrad kaufen. Hierzu gehören beispielsweise die sogenannten Supersportler oder Streetfighter. Hier wird weniger Wert auf die Alltagstauglichkeit und den Komfort gelegt. Leistung und Geschwindigkeit, oft auch ein aggressives Design, stehen hier im Vordergrund.

Motorsport-Fans, die gerne im Gelände unterwegs sind, möchten häufig ein Motocross-Motorrad kaufen. Diese sind auf Geschwindigkeit und eine kurzfristige hohe Leistung ausgelegt. Wem auch eine Straßenzulassung wichtig ist, der kann alternativ auf eine Enduro setzen. Diese ist – mehr als die Cross-Maschine – auf Ausdauer und längere Strecken ausgelegt.

Bei einem Quad handelt es sich um ein vierrädriges Kraftrad. Besonders geländegängige Arten dieses Fahrzeugtyps werden auch ATV („All Terrain Vehicle“) genannt. Diese verfügen häufig über einen Allradantrieb. Auch bei vielen jungen Fahrern sind neue oder gebrauchte Fahrzeuge beliebt und werden häufig als Alternative zu einem Roller benutzt. Wer ein Quad kaufen möchte, sollte dann jedoch auf dessen Leistung achten.
Vor dem Motorradkauf sollten Sie überlegen, welche Art von Kraftrad für Sie in Frage kommt.

Vor dem Motorradkauf sollten Sie überlegen, welche Art von Kraftrad für Sie in Frage kommt.

Denken Sie immer auch daran, dass ein Motorrad zu Ihren Gewohnheiten, Ihrem Fahrverhalten und auch zu Ihrer Körpergröße bzw. dem –gewicht passen sollte.

Für kleinere bzw. leichtere Fahrer kann ein großes, schweres Bike vor allem beim Halten und Stabilisieren Probleme bereiten.

Größere Fahrer auf einer kleinen Maschine können wiederum Haltungsschäden davontragen und haben häufig Schwierigkeiten damit, dass Sie während der Fahrt an Fahrzeugteile stoßen.

Egal ob Sie ein Motorrad kaufen, das neu oder gebraucht ist, sollten Sie also stets testen, wie bequem Sie darauf sitzen können.

Wer gerne mit Sozius unterwegs ist, kann auch ein Motorrad mit Beiwagen kaufen. Bedenken Sie hier, dass sich das Fahrverhalten eines solchen Gespannes von dem eines normalen Motorrads unterscheidet. Dies ist vor allem beim Anfahren, Bremsen und Kurvenfahren der Fall.

Ihr Budget – Bedenken Sie auch die Folgekosten

Ein wichtiger Punkt beim Motorradkauf ist – wie auch, wenn Sie beispielsweise ein Auto kaufen – natürlich auch der Preis, den Sie bezahlen können bzw. wollen. Je nach Budget kann eine bestimmte Marke oder ein Modell vielleicht schon aus der Auswahl herausfallen.

Möchten Sie ein neues Motorrad kaufen, stehen Ihnen zunächst alle Wege offen. Auf dem Markt gibt es nichts, was es nicht gibt. Wer über ein höheres Budget verfügt und viel Wert auf eine individuelle Ausstattung und entsprechendes Zubehör legt, kann sich ein sogenanntes Custom-Bike anfertigen lassen. Hierzu wird das Krad entweder komplett neu für den Kunden gebaut oder ein Modell nach seinen Wünschen umgebaut.

Möchten bzw. können Sie keinen hohen Preis zahlen oder wollen Sie das Motorrad nur sporadisch nutzen, lohnt es sich meist, ein Motorrad zu kaufen, das gebraucht ist. Auf dem Gebrauchtmarkt finden Sie eine große Auswahl an Herstellern und Modellen, so dass Sie auch hier Ihr Traumfahrzeug ergattern können.

Bedenken Sie aber auch die Folgekosten, die nach dem Kauf des Motorrads anstehen. Diese sollten Sie stets in Ihre Kalkulierung mit einbeziehen. Sprit, Steuern und Versicherung müssen bezahlt werden. Außerdem ist gerade bei älteren gebrauchten Maschinen mit Reparaturosten zu rechnen.

Echte Schnäppchen lassen sich mit etwas Glück bei einer Motorrad-Versteigerung finden. Hier werden häufig auch Oldtimer-Motorräder angeboten.

Motorrad gebraucht kaufen – Tipps für den Motorrad-Gebrauchtmarkt

Möchten Sie ein Motorrad gebraucht kaufen, sollten Sie dieses gründlich begutachten.

Möchten Sie ein Motorrad gebraucht kaufen, sollten Sie dieses gründlich begutachten.

Möchten Sie Motorräder gebraucht kaufen, können Sie sich zum einen an gewerbliche Händler wenden. Hier müssen Sie zwar mit einem höheren Preis rechnen, dafür profitieren Sie von einer Garantie bzw. Gewährleistung.

Doch auch Privatleute verkaufen gebrauchte Motorräder. Anzeigen finden Sie sowohl in den Kleinanzeigen als auch im Internet.

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie stets Preise vergleichen. Dies können Sie zum einen bequem im Internet erledigen. In die Suchmasken der verschiedenen Motorradbörsen können Sie die Grunddaten eingeben und erhalten nach wenigen Sekunden eine Auflistung der für Sie in Frage kommenden Fahrzeuge.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Schwacke-Liste für Zweiräder zu konsultieren. Hier finden sich allerdings nur gebrauchte Modelle bis zu einem Alter von zehn Jahren.

Häufig wird auch die Möglichkeit geboten, Unfall-Motorräder zu kaufen. Vielfach werden diese lediglich ausgeschlachtet, manche machen es sich jedoch zur Aufgabe, eine solche Maschine zu restaurieren. Sie sollten hierbei aber im Vorhinein durchrechnen, ob sich die Instandsetzung wirtschaftlich lohnt. Sind Ersatzteile verfügbar? Außerdem sollten sich nur technisch versierte Motorrad-Schrauber an eine solch aufwändige Aktion wagen.

Wichtige Punkte bei der Begutachtung des gebrauchten Motorrads

Die Probefahrt ist unverzichtbar, wenn Sie ein gebrauchtes Motorrad kaufen.

Die Probefahrt ist unverzichtbar, wenn Sie ein gebrauchtes Motorrad kaufen.

Haben Sie Ihre Auswahl eingeschränkt und einige Modelle ausgesucht, die für Sie in Frage kommen, schließt sich die gründliche Begutachtung des Kraftrads an.

Egal, ob Sie einen Motorroller kaufen, der gebraucht ist, oder ein Motorrad: Nehmen Sie stets eine Begleitperson mit. Gerade wenn Sie technisch wenig versiert sind, kann diese Ihnen hilfreich zur Seite stehen.

Führen Sie die Begutachtung außerdem grundsätzlich bei Tageslicht durch. Nur so können Sie Fehler und Mängel gut erkennen. Eine Taschenlampe kann zudem dabei helfen, dunkle Bereiche auszuleuchten.

Achten Sie des Weiteren auch auf die Papiere. Sind alle Anbauteile genehmigt und verfügen über eine Allgemeine Betriebserlaubnis bzw. Herstellerfreigabe? Wurden alle nötigen Inspektionen regelmäßig durchgeführt?

Möchten Sie ein Motorrad kaufen, das gebraucht ist, sollten Sie bei der Begutachtung vor allem auf folgende Punkte achten:

  • Reifen und Räder: Verfügen die Reifen über ausreichend Profil (mindestens 1,6 mm sind vorgeschrieben, empfohlen werden jedoch mindestens 3mm)? Stimmt der Reifentyp mit den Angaben in den Papieren überein?
  • Schlösser: Sind alle Schlüssel vorhanden? Lassen sich alle Schlösser ohne Probleme öffnen und schließen?
  • Äußeres: Ist das Kraftrad gepflegt? Finden sich Schäden, die auf einen Unfall hinweisen, beispielsweise Schleifspuren an der Verkleidung? Sind Roststellen zu entdecken?
  • Leuchten und Armaturen: Funktionieren alle Lichter (Blinker, Bremslicht, etc.)? Sind alle Armaturen gut zu überblicken? Sind die Kontrollleuchten in Ordnung? Lässt sich der Tageskilometerzähler zurückstellen?
  • Bremsen: Finden sich starker Verschleiß oder Riefen an den Bremsscheiben? Sind die Bremsbeläge ungleichmäßig abgenutzt?
  • Flüssigkeiten: Sind alle nötigen Flüssigkeiten aufgefüllt? Tritt ungewollt Flüssigkeit aus?
  • Kettenantrieb: Prüfen Sie, ob sich die Kette vom Kettenrad abheben lässt. Wenn ja, ist diese meist verschlissen.
  • Bowdenzüge: Sind Kupplung, Gas und Choke schwergängig oder lassen sich diese leicht ziehen?
  • Fahrwerk: Die Hinterradschwinge und das Lenkkopflager dürfen kein spürbares Spiel haben. Der Lenkeranschlag sollte nicht verformt sein.

Die Probefahrt beim gebrauchten Motorrad

Wenn Sie ein Motorrad kaufen, das gebraucht ist, sollten Sie den Kaufvertrag gründlich prüfen.

Wenn Sie ein Motorrad kaufen, das gebraucht ist, sollten Sie den Kaufvertrag gründlich prüfen.

Wenn Sie einen Roller oder ein Motorrad kaufen, sollte sich an die Begutachtung – wie auch beim Auto – auf jeden Fall eine Probefahrt anschließen.

Bestehen Sie darauf, das Motorrad mit kaltem Motor zu starten. Mögliche Startprobleme könnten Ihnen sonst entgehen. Überlegen Sie sich außerdem schon im Vorhinein eine Teststrecke.

Diese sollte auch über schnellere Passagen verfügen, damit Sie das Kraftrad bei höheren Geschwindigkeiten testen können.

Auf einem größeren Parkplatz haben Sie außerdem die Möglichkeit, in Ruhe zu überprüfen, wie gut die Bremsen funktionieren und wie sich die Maschine lenken lässt.

Testen Sie, ob sich alle Gänge problemlos einlegen lassen und sich die Kupplung gut dosieren lässt. Achten Sie außerdem auf starke Motorvibrationen. Diese können darauf hinweisen, dass die Zündung, der Vergaser oder die Ausgleichswelle falsch eingestellt sind.

Überprüfen Sie außerdem die Lenkung – sie sollte nicht zu schwergängig sein und darf nicht haken. Um zu testen, ob der Rahmen oder die Telegabel verzogen sind, können Sie während der Fahrt an einer sicheren Stelle die Lenker loslassen. Zieht das Motorrad dann nicht stark in eine Richtung, sollte alles in Ordnung sein.

Schauen Sie nach der Probefahrt noch einmal nach, ob während der Fahrt Flüssigkeiten ausgetreten sind.

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, ein bestimmtes Motorrad zu kaufen, sind noch die nötigen Formalitäten zu klären. Wie auch beim Kaufvertrag fürs Auto, sollten Sie diesen beim Motorradkauf gründlich durchlesen. Überprüfen Sie, ob alle Angaben korrekt sind. Achten Sie auch auf die Gewährleistung: Diese darf nur beim Privatverkauf ausgeschlossen werden.
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